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Neuwahlen nach Ibiza-Skandal : Parlamentswahl in Österreich hat begonnen

  • Aktualisiert am

Favorit für das Kanzleramt: ÖVP-Kandidat Sebastian Kurz Bild: AP

Die Österreicher wählen einen neuen Nationalrat. Trotz des Ibiza-Skandals von Heinz-Christian Strache könnte es wieder zu einer Koalition aus ÖVP und FPÖ kommen.

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          In Österreich hat die Wahl zum Nationalrat begonnen. Als Favorit gilt die konservative Volkspartei (ÖVP) unter Ex-Kanzler Sebastian Kurz. Knapp 6,4 Millionen Österreicher sind zu der vorgezogenen Abstimmung an diesem Sonntag aufgerufen.

          Die Regierung aus ÖVP und rechtspopulistischer FPÖ war im Frühjahr nach nur eineinhalb Jahren an der sogenannten Ibiza-Affäre des früheren FPÖ-Chefs und Vizekanzlers Heinz-Christian Strache zerbrochen. Die erste Hochrechnung wird kurz nach der Schließung der letzten Wahllokale um 17 Uhr erwartet.

          Umfragen zufolge könnte die ÖVP ihr Wahlergebnis von 2017 sogar noch übertreffen und rund ein Drittel der Stimmen erhalten. Auch eine Neuauflage der Koalition mit der rechtspopulistischen FPÖ scheint nicht ausgeschlossen.

          Kurz’ Regierung war nach dem Ibiza-Skandal Ende Mai vom Parlament per Misstrauensvotum gestürzt worden. Hintergrund war ein heimlich auf Ibiza gedrehtes Enthüllungsvideo, das zeigt, wie der inzwischen zurückgetretene Vizekanzler und FPÖ-Chef Strache vor der Parlamentswahl 2017 einer vermeintlichen russischen Oligarchen-Nichte im Gegenzug für Wahlkampfhilfe Staatsaufträge in Aussicht stellt. Der neue FPÖ-Chef Norbert Hofer hat immer wieder betont, dass er in die Regierung zurückkehren will.

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