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Castros letzter Wille : Kuba verbietet Fidel-Statuen

  • Aktualisiert am

Ist das noch erlaubt? Fidel-Porträts als Sonnenschutz. Bild: AP

Kubas Parlament verabschiedet ein Gesetz gegen Personenkult um Fidel Castro. Die Abgeordneten folgen damit einem Wunsch des verstorbenen Revolutionsführers.

          Kuba ist voll von Statuen. Kaum ein Platz in den großen Städten kommt ohne ein Standbild aus, etwa von José Marti, dem Nationaldichter und -held. Unerreicht ist das riesige Abbild von Che Guevara in Santa Clara. Umso überraschender scheint es, dass es künftig keine Statuen von Fidel Catsro geben wird.

          Doch auf Wunsch des verstorbenen Revolutionsführers hat das kubanische Parlament ein Gesetz verabschiedet, das einen postumen Personenkult unterbinden soll. Die am Dienstag (Ortszeit) in Havanna einstimmig verabschiedete Vorlage schreibt fest, dass in Kuba keine Straßen, Plätze oder Gebäude nach Fidel Castro benannt werden dürfen. Auch dürfen keine Fidel-Castro-Abbilder aufgestellt werden. Die Benutzung seines Namens für Werbe- oder andere kommerzielle Zwecke wird ebenfalls verboten.

          Der gegenwärtige Staatschef Raul Castro hatte das neue Gesetz mit dem Wunsch seines Bruders begründet, keinen Personenkult zuzulassen. Der legendäre Revolutionsführer Fidel Castro war in Kuba zwar allgegenwärtig, aber zu Lebzeiten hatte er die Errichtung von Standbildern oder Straßenbenennungen zu seinen Ehren abgelehnt.

          Das neue Gesetz verbietet die Verwendung von Fidel Castros Namen nicht vollständig. Künstler dürfen ihn benutzen, er darf bei Kundgebungen genannt werden, und er soll als Namensgeber für ein Institut fungieren, das sich mit Fidel Castros Rolle in der Geschichte befasst.

          Der Revolutionsführer war am 25. November im Alter von 90 Jahren in Havanna gestorben. Er regierte Kuba seit dem Sieg der Revolution 1959. 2006 gab er die Amtsgeschäfte nach einer Erkrankung an seinen fünf Jahre jüngeren Bruder Raúl ab, 2008 trat er offiziell zurück.

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