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Papstreise nach Israel : Am Ende der Aufregung

Schwierige Reise nach Israel: Papst Benedikt XVI. Bild: dpa

Wäre Benedikt der XVI. im Februar nach Israel gereist, er hätte sich vor Empörung wohl kaum retten können. Zwei Monate nach dem Streit über den Holocaust-Leugner Williamson hat sich die Lage zwar beruhigt. Eine einfache Reise wird es für den Papst trotzdem nicht werden.

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          Sogar der damalige Ministerpräsident israelische Ehud Olmert entschuldigte sich damals im Vatikan. Maria sei im Alter von 15 Jahren von einem Klasskameraden geschwängert worden, und Jesus sei so dick gewesen, dass er im See Genezareth untergegangen wäre, hatte Lior Shlein in seiner Satire-Sendung Anfang Februar im israelischen Fernsehsender Channel 10 gespottet. Ein Sturm der Entrüstung war daraufhin im In- und Ausland losgebrochen.

          Hans-Christian Rößler

          Politischer Korrespondent für die Iberische Halbinsel und den Maghreb mit Sitz in Madrid.

          Kurz zuvor hatte Papst Benedikt die Pius-Bruderschaft rehabilitiert und damit auch Bischof Williamson, der den Holocaust geleugnet hatte. Die geplante Reise Benedikts ins Heilige Land stellten damals immer mehr Israelis in Frage. Aber auch viele palästinensische Christen hielten es für keine gute Idee, dass Benedikt so bald nach dem Gaza-Krieg nach Israel kommt. Selten war das Verhältnis zwischen dem Vatikan und Israel so angespannt wie noch vor wenigen Wochen.

          Zwei Monate später ist die Aufregung verflogen

          Gut zwei Monate später könnte der Kontrast kaum stärker sein: Von der Aufregung ist kaum etwas geblieben. Differenzen gab es zuletzt höchstens noch darüber, ob das Papamobil aus Rom sicher genug sei und wie nahe Benedikt in Bethlehem der israelischen Sperranlage kommen dürfe. Zur unerwünschten Person erklärten den Gast aus Rom nur Islamisten in Nazareth, die ihm immer noch wegen seiner Regensburger Rede böse sind, in der er sich kritisch über den Islam geäußert hatte. Stattdessen hofft man sogar, dass das Kirchenoberhaupt Werbung für Israel macht. „Der Jüdische Nationalfonds, eine ganz und gar jüdische Organisation, hält den Papstbesuch für eine seltene Gelegenheit, mehr Spenden zu bekommen und mehr Touristen ins Land zu holen,“ sagt der Vorsitzende Effi Stenzler, dessen Fonds sich bei den Vorbereitungen der Messe in Nazareth engagiert. Benedikt in Jordanien: Die Reaktionen in der arabischen Welt

          In der Kirche der Nationen am Fuße des Ölbergs in Jerusalem

          In Jerusalem erwartet man, dass der Besuch Benedikts eher unspektakulär ausfallen wird - besonders, was die Themen angeht, über die bis vor kurzem noch erregt debattiert wurde. „Das ist erledigt und beigelegt. Der Papst kommt nicht hierher, um über Streitfragen zu diskutieren“, sagt der apostolische Nuntius Antonio Franco voraus. Benedikt komme vor allem, um zu beten und das Gespräch mit anderen Religionsvertretern zu suchen. Ähnlich sieht man es auf jüdischer Seite: „Der Fall Williamson ist schon lange kein Streitthema mehr“, stellt Rabbi David Rosen fest, der im American Jewish Committee zuständig für interreligiöse Angelegenheiten ist und seit Jahren engen Kontakt auch zum Papst hält. Er erwartet keine neuen „dramatischen“ Äußerungen des Papstes. Als gut und herzlich bezeichnet er das Verhältnis zwischen Israel und dem Vatikan.

          Holocaust-Überlebende verweigerten den Papst den Handschlag

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