https://www.faz.net/-gpf-88kas

Nach Audienz in Amerika : Papst distanziert sich von homophober Standesbeamtin

  • Aktualisiert am

Papst Franziskus nach seiner Amerika-Reise in Rom Bild: AFP

Auf seiner Amerika-Reise hat Papst Franziskus die renitente Standesbeamtin Kim Davis getroffen und ihr angeblich Mut zugesprochen. Davon will Franziskus nun nichts mehr wissen.

          Papst Franziskus hat sich von der amerikanischen Standesbeamtin distanziert, die er in der vergangenen Woche in Washington empfangen hatte. „Seine Begegnung mit ihr sollte nicht als Form der Unterstützung für ihre Positionen betrachtet werden“, erklärte Vatikansprecher Federico Lombardi am Freitag.

          Er reagierte damit auf die Debatte über die Begegnung zwischen dem Papst und der Standesbeamtin Kim Davis aus Kentucky. Sie hatte mehrere Tage in Beugehaft verbracht, weil sie sich geweigert hatte, Homosexuellen Trauscheine auszustellen. Damit hatte sie gegen geltendes Recht in den Vereinigten Staaten verstoßen. Davis hatte in den vergangenen Tagen öffentlich über das Treffen berichtet und gesagt, dass der Papst sie ermutigt habe, weiter gegen gleichgeschlechtliche Ehen zu kämpfen.

          Davon distanzierte sich der Vatikansprecher nun: Das Kirchenoberhaupt sei nicht auf die Details ihrer Situation eingegangen. Vielmehr habe er sich in der Washingtoner Nuntiatur, wie bei seinen Auslandsreisen üblich, mit mehreren Dutzend Personen getroffen, darunter auch mit Kim Davis. Nur einen seiner ehemaligen Studenten und dessen Familie habe er dabei förmlich in einer Audienz empfangen.

          Weitere Themen

          Großer Protest gegen Nationalismus Video-Seite öffnen

          Europa vor den Wahlen : Großer Protest gegen Nationalismus

          Eine Woche vor der Europawahl sind tausende Menschen in mehreren Städten in Deutschland auf die Straße gegangen, um ein Zeichen gegen Nationalismus zu setzen. Europaweit waren Demonstrationen in rund 50 Städten geplant.

          Schweizer stimmen für schärferes Waffenrecht

          Mit rund 64 Prozent : Schweizer stimmen für schärferes Waffenrecht

          Die Eidgenossen haben sich den Verbleib im Schengen-Raum gesichert: Eine Mehrheit sprach sich für die Übernahme der verschärften Waffenrichtlinie der EU aus. Bei einer Ablehnung wäre die Mitgliedschaft automatisch nach sechs Monaten erloschen.

          Zehntausende demonstrieren für Europa Video-Seite öffnen

          Gegen Nationalismus : Zehntausende demonstrieren für Europa

          Sie sind für Europa und gegen Nationalismus – das zeigten zehntausende in vielen Städten Deutschlands. Auch das Scheitern der rechtspopulistischen Koalition in Österreich war auf den Demonstrationen ein Thema.

          Topmeldungen

          Österreichs Regierung am Ende : Pech für die Wirtschaft

          Das Aus der schwarz-blauen Regierung ist folgerichtig. Doch wirtschaftlich hat das Bündnis mehr hinbekommen als die Vorgängerregierung. Hoffentlich fällt das Land nicht zurück in Stillstand.
          Die 45. Internationale Waffen-Sammlerbörse im März in Luzern

          Mit rund 64 Prozent : Schweizer stimmen für schärferes Waffenrecht

          Die Eidgenossen haben sich den Verbleib im Schengen-Raum gesichert: Eine Mehrheit sprach sich für die Übernahme der verschärften Waffenrichtlinie der EU aus. Bei einer Ablehnung wäre die Mitgliedschaft automatisch nach sechs Monaten erloschen.
          Werner Bahlsen

          Bahlsen gibt Fehler zu : „Es muss alles auf den Tisch“

          Der Bahlsen-Verwaltungsratsvorsitzende kündigt an, dass die Geschichte des Unternehmens fundiert aufgearbeitet werden soll. Was seine Tochter gesagt habe, sei falsch.

          Wie weiter mit dem Brexit? : Das britische System liegt in Trümmern

          Womöglich kann das britische Parlament einen „No Deal“ nach der Europawahl nicht mehr verhindern. Dann müsste die EU sich auch an die eigene Nase fassen – sie hat zur Polarisierung der Politik im Vereinigten Königreich beigetragen.

          Newsletter

          Immer auf dem Laufenden Sie haben Post! Abonnieren Sie unsere FAZ.NET-Newsletter und wir liefern die wichtigsten Nachrichten direkt in Ihre Mailbox. Es ist ein Fehler aufgetreten. Bitte versuchen Sie es erneut.
          Vielen Dank für Ihr Interesse an den F.A.Z.-Newslettern. Sie erhalten in wenigen Minuten eine E-Mail, um Ihre Newsletterbestellung zu bestätigen.