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Katholische Kirche : Der Papst stutzt das Opus Dei zurecht

Papst Franziskus und der Leiter des Opus Dei, Fernando Ocáriz, im März 2017 im Vatikan Bild: dpa

Das Opus Dei wurde von den Päpsten Johannes Paul II. und Benedikt XVI. stark gefördert. Franziskus erteilt der erzkonservativen katholischen Gemeinschaft nun einen Dämpfer.

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          Jüngst hat der Vatikan die deutschen Katholiken vor einem Sonderweg gewarnt. Am Tag darauf hat er, in Deutschland kaum bemerkt, einen anderen Sonderweg in die entgegengesetzte kirchenpolitische Richtung zwar nicht beendet, aber doch teilweise begradigt: den des Opus Dei.

          Thomas Jansen
          Redakteur in der Politik.

          Im Gegensatz zur römischen Erklärung zum „Synodalen Weg“ ließ dieses Schreiben keinen Zweifel daran, wer sein Urheber ist. Denn der italienische Text war gezeichnet mit „Francesco“. Diese straff organisierte Gemeinschaft aus Priestern und Laien, die vor allem Eliten ansprechen will, hatte sich Johannes Paul II. als Speerspitze gegen die Befreiungstheologie in Lateinamerika angedient, die der polnische Papst pauschal unter Marxismus-Verdacht gestellt hatte. So war das Opus Dei, das 1928 von dem spanischen Priester Josemaría Escrivá gegründet wurde, zu erheblichem Einfluss in Rom gelangt.

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