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Papst Franziskus : Der Gleichmacher im Vatikan

Betätigt sich als Reformer: Papst Franziskus, hier am vergangenen Sonntag Bild: dpa

Der Papst nimmt Bischöfen und Kardinälen „Privilegien aus früheren Zeiten“. Sie sollen vor weltlichen Gerichten weniger Sonderrechte genießen. Auch gegen Korruption will Franziskus vorgehen.

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          Papst Franziskus will im Vatikan ein neues Kapitel im Kampf gegen Korruption und Privilegien aufschlagen. In einem Dekret von Ende April legte er fest, dass geistliche Führungskräfte und weltliche Spitzenbeamte im Vatikan eine Erklärung abgeben müssen, dass gegen sie nicht wegen Unterstützung von Terrorismus, wegen Geldwäsche oder Steuerhinterziehung ermittelt wird. Außerdem müssen sie versichern, dass sie kein Vermögen in Steuerparadiesen haben oder in Unternehmen investieren, die gegen die Lehre der Kirche verstoßen.

          Thomas Jansen
          Redakteur in der Politik.
          Matthias Rüb
          Politischer Korrespondent für Italien, den Vatikan, Albanien und Malta mit Sitz in Rom.

          Schließlich ist es allen Mitarbeitern untersagt, „Geldgeschenke oder andere Vorteile“ im Wert von mehr als 40 Euro anzunehmen. Die Erklärung muss alle zwei Jahre erneuert werden. Wer dabei ertappt wird, falsche Angaben gemacht zu haben, muss mit Entlassung und Schadenersatzforderungen des Vatikans rechnen.

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