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Missbrauch bei Katholiken : Papst entlässt früheren Kardinal aus Klerikerstand

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Da war alles noch gut: Papst Franziskus und der damalige Kardinal Theodore McCarrick im September 2015 in Washington. Bild: AP

Es ist die schärfste Strafe für einen Kleriker: Der Papst hat den früheren Washingtoner Erzbischof McCarrick wegen sexuellen Fehlverhaltens für schuldig befunden und aus dessen Klerikerstand entlassen.

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          Wenige Tage vor dem Vatikan-Gipfel zu Missbrauch hat Papst Franziskus den früheren Washingtoner Erzbischof Theodore McCarrick aus dem Klerikerstand entlassen. Das gab der Vatikan am Samstagmorgen bekannt. McCarrick wurde demnach des sexuellen Fehlverhaltens mit Minderjährigen und Erwachsenen in Verbindung mit Machtmissbrauch für schuldig befunden, außerdem des Missbrauchs des Beichtsakraments.

          Damit hat der 88 Jahre alte Geistliche, der im Juli 2018 seinen Kardinalsstand verlor, die schärfste Strafe erhalten, die das Kirchenrecht für einen Kleriker vorsieht. Zugleich ist er der höchste katholische Geistliche, dem dies in der neueren Zeit widerfährt.

          Der ehemalige Erzbischof von Washington (2001-2006) soll zwischen 1970 und 1990 Priesteramtskandidaten zum Sex verführt und mindestens zwei Minderjährige missbraucht haben. Er lebt inzwischen in einem Kloster im amerikanischen Bundesstaat Kansas und sollte sein Priesteramt nicht mehr ausüben, bis die Anschuldigungen in einem kirchenrechtlichen Prozess geklärt seien. Dieser Prozess ist nun abgeschlossen. Ein Widerspruch McCarricks gegen das Urteil ist nicht zugelassen.

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