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Missbrauch in der Kirche : „Wir haben gesündigt in Gedanken, Taten und Worten“

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Papst Franziskus am Samstag im Bußgottesdienst der Katholischen Kirche in Vatikanstadt. Bild: dpa

Es gab Schuldbekenntnisse und Vorschläge, wie sexueller Missbrauch durch katholische Geistliche verhindert werden soll. Doch was wird am Ende des Anti-Missbrauchsgipfels im Vatikan stehen?

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          Papst Franziskus beendet am Sonntagmorgen das erste Gipfeltreffen im Vatikan zum Thema Missbrauch in der katholischen Kirche. Mit Spannung wird die Ansprache des Kirchenoberhauptes erwartet, die die Konferenz nach einer Messe in der prächtigen Sala Regia im Vatikan abschließen soll. Aufgrund der Schwere der Missbrauchsskandale sind die Erwartungen hoch – auch wenn der Papst sie im Vorfeld selbst als „etwas überzogen“ bezeichnet hatte.

          Seit Donnerstag hatte der Argentinier mit den Chefs der 114 Bischofskonferenzen weltweit und weiteren rund 70 Teilnehmern getagt, um Wege zu finden, wie sexuelle Misshandlungen von Kindern durch Geistliche zu verhindern sind. Viele Vorschläge und Ideen stehen zur Diskussion, bindende Beschlüsse können die Teilnehmer auf der Konferenz nicht fassen. Auch eine Abschlusserklärung war nicht vorgesehen.

          Bei einem Bußgottesdienst am Samstagabend bekannten sich die Bischöfe dazu, dass sie ihrer Verantwortung oft nicht gerecht geworden seien, „dass wir gesündigt haben in Gedanken, Worten und Taten, in dem, was wir getan und unterlassen haben“. „Es sollte uns nicht überraschen (...), wenn die Menschen schlecht über uns reden, uns Misstrauen entgegen bringen, uns manche drohen, uns ihre materielle Unterstützung zu verweigern“, sagte Philip Naameh, Vorsitzender der Bischofskonferenz in Ghana, in seiner Predigt. „Darüber dürfen wir uns nicht beschweren, wir sollten uns lieber fragen, was wir anders machen müssen.“

          Bewusstsein schaffen

          Franziskus’ vorab erklärtes Ziel des Gipfels dürfte wohl erreicht worden sein. Er wollte Bewusstsein für das „Drama“ schaffen und die Bischöfe für das Problem sensibilisieren. „Ich sehe schon in dem, was man bisher wahrgenommen hat in der Konferenz, dass es ein doch inzwischen endlich sehr waches Bewusstsein für die Tragweite der Problematik gibt“, sagte etwa die Theologin Marianne Heimbach-Steins im Deutschlandfunk.

          Doch werden Schuldeingeständnisse und ein stärkeres Bewusstsein unter den Bischöfen reichen als Antwort auf die Skandale, von denen die ersten schon vor mehr als 30 Jahren ans Licht kamen? Opferschutzverbände fordern von der Kirche und insbesondere vom Papst konsequentes Vorgehen gegen Täter und Vertuscher von Missbrauch. Für „Null Toleranz“ hatten mehrere Dutzend Missbrauchsopfer aus aller Welt am Samstag in Rom demonstriert.

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