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Kampfpanzer für die Ukraine : Nicht ohne meinen Präsidenten

Immer noch Brüder im Geiste? Biden und Scholz im Juni vergangenen Jahres beim G-7-Gipfel in Elmau Bild: dpa

Scholz war fest entschlossen, deutsche Kampfpanzer nur im Einvernehmen mit Biden zu liefern. Der Weg dahin war nicht spannungsfrei. Zuhause bahnt sich bereits die nächste Debatte an: über Flugzeuge

          7 Min.

          Es ist Mittwochmittag, Olaf Scholz hat schon eine Reihe von Fragen beantwortet. Der Kanzler stellt sich nicht zum ersten Mal den Abgeordneten in der Regierungsbefragung im Bundestag. Doch am Mittwoch passt es besonders gut. Am Vorabend ist die Nachricht durchgesickert, dass Berlin nicht nur anderen Ländern die Ausfuhr von Leopard-2-Panzern in die Ukraine erlauben, sondern sie auch aus eigenen Beständen zur Verfügung stellen will. Kurz vor dem Auftritt von Scholz bestätigt die Bundesregierung das Vorhaben. Nun kann er vor einem abendlichen Fernsehinterview den Volksvertretern die Sache erklären.

          Eckart Lohse
          Leiter der Parlamentsredaktion in Berlin.
          Markus Wehner
          Politischer Korrespondent in Berlin.
          Majid Sattar
          Politischer Korrespondent für Nordamerika mit Sitz in Washington.

          Diese Reihenfolge schätzen Abgeordnete. Doch das Spannende in der Frage- und Antwortrunde ist nicht, was Scholz zu den Leoparden sagt. Dass Berlin mit seinen Partnern zwei Bataillone mit Panzern bereitstellen und Deutschland „in einem ersten Schritt“ eine Kompanie mit 14 Leopard-2-A6 zur Verfügung stellen will, die aus Beständen der Bundeswehr stammen, hat schon in der Pressemitteilung gestanden. Dort ist zu lesen, das solle „rasch“ geschehen.

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