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Panama : Nordkoreanischer Waffenfrachter auf dem Weg nach Kuba

  • Aktualisiert am

Fast sieben Monate lag die „Chong Chon Gang“ vor Panama fest Bild: AP

Im Juli 2013 hatte Panama einen mit schwerem Kriegsgerät beladenen Frachter auf dem Weg von Kuba nach Nordkorea gestoppt. Nun durfte das Schiff zurückfahren.

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          Der von Panama vor über einem halben Jahr festgesetzte nordkoreanische Waffenfrachter „Chong Chon Gang“ hat das Land verlassen und Kurs auf Kuba genommen. Das Schiff legte am Samstag mit 32 Besatzungsmitgliedern in der panamaischen Karibik-Stadt Colón ab, wie das Außenministerium Panamas mitteilte. Die Freigabe erfolgte nach vorheriger Zahlung einer Strafe von rund 690.000 Dollar an die Panamakanal-Behörde ACP. Der Kapitän und zwei weitere Crewmitglieder müssen sich wegen Waffenhandels vor Gericht verantworten, ihnen drohen bis zu zwölf Jahre Haft.

          Das Schiff war im Juli 2013 an der Einfahrt zum Panamakanal gestoppt worden. An Bord wurde schweres Kriegsgerät aus Kuba entdeckt. Waffenlieferungen nach Nordkorea sind nach einer Resolution der Vereinten Nationen verboten. Nach Angaben der Regierung in Havanna sollten die Waffen in Nordkorea repariert und dann wieder zurückgeschickt werden. Die panamaische Justiz wertete die Einfuhr der Waffen als Gefährdung der öffentlichen Sicherheit. Die beschlagnahmten Waffen bleiben vorerst in Panama.

          Im Fall „Chong Chon Gang“ sei korrekt und innerhalb internationaler Vorgaben und multilateraler Verpflichtungen verfahren worden, sagte Panamas Außenminister Francisco Álvarez De Soto. In Kuba soll das Schiff nun Zucker laden und dann nach Nordkorea fahren.

          An Bord ein MIG-21 Kampfbomber, Bild Juli 2013

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