https://www.faz.net/-gpf-9m3a3

Unruheprovinz Belutschistan : Mindestens 14 Buspassagiere bei Angriff getötet

  • Aktualisiert am

Ein Paramilitär Mitte März in der pakistanischen Provinzhauptstadt Quetta (Symbolbild) Bild: EPA

Die pakistanische Provinz Belutschistan im Südwesten des Landes gilt als Hochburg islamistischer Aufständischer. Nun überfielen Unbekannte einen Bus. Sie trugen offenbar Uniformen einer paramilitärischen Gruppe.

          1 Min.

          Bewaffnete Männer haben in Südwestpakistan mindestens 14 Menschen getötet. Diese seien in der Nacht zu Donnerstag in der Provinz Belutschistan in einem Bus von der Provinzhauptstadt Quetta in die Hafenstadt Gwadar unterwegs gewesen, als Unbekannte in Militäruniform sie kurz nach Mitternacht überfallen hätten, sagte der Polizeichef der Provinz, Mohsinn Butt.

          Auch der Innenminister der Provinz, Haider Ali, sowie ein weiterer Behördenvertreter bestätigten den Angriff und die Opferzahl. Ali zufolge waren die Busse auf dem Weg von der Küstenstadt Ormara in die Metropole Karachi. Unter den Opfern seien auch ein Marineoffizier sowie ein Mitglied der Küstenwache. Zu dem Angriff bekannte sich zunächst niemand. Nur zwei Passagiere hätten entkommen können, sagte ein Mitarbeiter eines Geheimdienstes, der namentlich nicht genannt werden wollte.

          Belutschistan grenzt an Afghanistan und Iran und gilt als Unruheprovinz Pakistans. Die Taliban sind dort aktiv, sunnitische Extremisten verüben Anschläge auf schiitische Muslime. Erst in der vergangenen Woche waren bei einem Selbstmordanschlag in der Provinzhauptstadt Quetta 20 Menschen getötet worden.

          Rebellen, die für eine Autonomie oder Unabhängigkeit der Provinz kämpfen, attackieren zudem Sicherheitskräfte und auch chinesische Infrastrukturprojekte. China investiert im Rahmen des Seidenstraßen-Projekts im sogenannten Wirtschaftskorridor China-Pakistan 62 Milliarden Dollar in das Energie- und Verkehrswesen Pakistans.

          Weitere Themen

          Dem Virus davonfliegen

          Kampf gegen Corona : Dem Virus davonfliegen

          Die ersten Länder haben damit begonnen, ihre Bürger aus Wuhan ausfliegen. Für die politische Führung in Peking wird die Lage kritisch, viele Chinesen rufen nach Konsequenzen. Dafür geht es dem ersten deutschen Erkrankten besser.

          Die extreme Rechte ist empört

          Israelische Siedler : Die extreme Rechte ist empört

          Einerseits bekommt Netanjahu jetzt Ärger mit innenpolitischen Verbündeten. Andererseits sonnt er sich im Glanze seines Auftritts mit Trump: Noch nie kam Washington Israel so weit entgegen.

          Topmeldungen

          Kampf gegen Corona : Dem Virus davonfliegen

          Die ersten Länder haben damit begonnen, ihre Bürger aus Wuhan ausfliegen. Für die politische Führung in Peking wird die Lage kritisch, viele Chinesen rufen nach Konsequenzen. Dafür geht es dem ersten deutschen Erkrankten besser.
          Die Spieleentwickler Michael Geithner und Martin Thiele-Schwez

          Kartenspiel zur DDR-Geschichte : „Am Ende verliert die Stasi immer“

          Vor dem Ende der DDR versuchten Stasi-Mitarbeiter, massenhaft Akten zu vernichten. Das ist auch das Ziel eines neuen Spiels: Dokumente verschwinden lassen. Was Spieler dabei über die deutsche Geschichte lernen, erklärt einer der Entwickler im Interview.

          Newsletter

          Immer auf dem Laufenden Sie haben Post! Abonnieren Sie unsere FAZ.NET-Newsletter und wir liefern die wichtigsten Nachrichten direkt in Ihre Mailbox. Es ist ein Fehler aufgetreten. Bitte versuchen Sie es erneut.
          Vielen Dank für Ihr Interesse an den F.A.Z.-Newslettern. Sie erhalten in wenigen Minuten eine E-Mail, um Ihre Newsletterbestellung zu bestätigen.