https://www.faz.net/-gpf-7ro55

Pakistan : Tote bei amerikanischen Drohnenangriff

  • Aktualisiert am

Bild: F.A.Z.

Ziel der Attacke, bei der es bis zu 20 Tote gab, sei ein mutmaßliches Versteck islamistischer Rebellen in Nord-Waziristan gewesen, heißt es in Sicherheitskreisen. Der Angriff erfolgte inmitten einer Großoffensive der pakistanischen Streitkräfte gegen die Taliban.

          1 Min.

          Bei einem amerikanischen Drohnenangriff im Nordwesten Pakistans sind am Mittwoch mindestens 13 Menschen getötet worden. Das unbemannte Flugzeug habe ein mutmaßliches Versteck islamistischer Rebellen in der Gegend von Zoi Saidgai im halbautonomen Stammesgebiet von Nord-Waziristan angegriffen, erklärte ein Vertreter der Sicherheitskräfte. Ein anderer Sicherheitsbeamter sprach von bis zu 20 getöteten Extremisten, darunter zwölf Usbeken.

          Die unwegsame Bergregion an der Grenze Afghanistans, in der die Regierung nur begrenzte Kontrolle hat, gilt als Rückzugsgebiet der Taliban und anderer Extremistengruppen. Der Angriff erfolgte inmitten einer Großoffensive der pakistanischen Streitkräfte, mit der die Rebellen zurückgedrängt werden sollen.

          Laut dem Sicherheitsbeamten gab es Berichte, wonach Kämpfer aus Miranshah und Mir Ali vor der Armeeoffensive nach Zoi Saidgai geflohen sind. Washington hatte Berichten zufolge die Drohenangriffe im Dezember ausgesetzt, um der pakistanischen Regierung Zeit für Verhandlungen mit der Islamistengruppe Tehreek-e-Taliban Pakistan (TTP) zu geben.

          Ein Angriff der Aufständischen auf den Flughafen von Karachi am 9. Juni mit dutzenden Toten beendete aber die Friedensbemühungen. Die amerikanischen Streitkräfte sehen in den Drohnenangriffen ein wichtiges Mittel im Kampf gegen die Extremisten, die auch in Afghanistan immer wieder Anschläge auf die internationalen Truppen verüben.

          Bei der Bevölkerung in Pakistan sind die Einsätze aber zutiefst verhasst, da sie oft auch unbeteiligte Zivilisten treffen. Die Regierung in Islamabad protestiert regelmäßig gegen die Angriffe, die sie als Verletzung der nationalen Souveränität betrachtet. Berichten zufolge kooperieren aber Militär und Geheimdienst hinter den Kulissen mit den Vereinigten Staaten.

          Weitere Themen

          „Wir sind der politische Evergreen“ Video-Seite öffnen

          CSU-Chef Söder in Passau : „Wir sind der politische Evergreen“

          CSU-Chef Markus Söder hat beim Politischen Aschermittwoch in Passau die Grünen als derzeit nicht koalitionsfähig bezeichnet: „Bäume umarme ich gern. Aber das ist das einzig Grüne, was ich umarmen will, liebe Freunde. Dabei bleibt es."

          Topmeldungen

          Nach den Attentaten von Hanau: Demonstranten zeigen ihren Zorn auf die AfD.

          Gastbeitrag von Boris Palmer : Der AfD nicht voreilig Mitschuld für Hanau geben

          Die Behauptung, die AfD trage eine Mitschuld an den Morden von Hanau, weil sie ein geistiges Klima geschaffen habe, das solche Taten erst ermögliche, war zumindest vorschnell. Wer nun eine Stigmatisierung der AfD-Wähler propagiert, spielt der Partei in die Hände. Ein Gastbeitrag.

          Newsletter

          Immer auf dem Laufenden Sie haben Post! Abonnieren Sie unsere FAZ.NET-Newsletter und wir liefern die wichtigsten Nachrichten direkt in Ihre Mailbox. Es ist ein Fehler aufgetreten. Bitte versuchen Sie es erneut.
          Vielen Dank für Ihr Interesse an den F.A.Z.-Newslettern. Sie erhalten in wenigen Minuten eine E-Mail, um Ihre Newsletterbestellung zu bestätigen.