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Pakistan : Musharraf: Bhutto womöglich durch Schüsse getötet

  • -Aktualisiert am

„Die Verantwortung lag alleine bei ihr”, behauptet Musharraf Bild: AFP

Woran genau starb Benazir Bhutto? Bislang hat die Regierung immer bestritten, dass die pakistanische Oppositionsführerin durch Kopfschüsse getötet wurde. Jetzt räumt Pakistans Präsident Pervez Musharraf erstmals ein, dass Bhutto möglicherweise doch durch einen Schuss verletzt wurde.

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          Der pakistanische Präsident Musharraf hat eingestanden, dass die frühere Oppositionsführerin Benazir Bhutto möglicherweise doch durch Kopfschüsse getötet wurde. In einem Interview mit dem amerikanischen Fernsehsender CBS sagte er auf die Frage, ob Bhutto erschossen worden sein könnte: „Ja. Absolut. Das ist eine Möglichkeit.“ Frau Bhutto war am 27. Dezember nach einer Parteikundgebung in Rawalpindi bei einem Attentat getötet worden.

          Der bisherigen Darstellung nach hatte sich die Politikerin bei dem Selbstmordanschlag einen tödlichen Schädelbruch an einem Griff des Schiebedachs zugezogen. Diskussionen über den genauen Ablauf der Tat haben Verschwörungstheorien Auftrieb gegeben und die Bevölkerung gegen Musharraf aufgebracht.

          Musharraf sagt, Bhutto sei leichtsinnig gewesen

          Viele Pakistaner glauben, dass politische Feinde Bhuttos und möglicherweise gar die Geheimdienste an der Ermordung beteiligt waren. Die Regierung hat die Terrororganisation Al Qaida der Tat bezichtigt, die dies allerdings bestritt. Musharraf sagte, seine Regierung habe alles Erdenkliche getan, um Frau Bhutto zu schützen. Diese habe sich leichtsinnigerweise in Gefahr gebracht, als sie sich ihren Anhängern durch das Schiebedach ihres Autos gezeigt habe.

          Pakistan : Fernsehsender zeigt angebliche Bhutto-Attentäter

          Frau Bhutto waren Chancen zugerechnet worden, zur Ministerpräsidentin gewählt zu werden. Die Parlamentswahl war für den 8. Januar vorgesehen, wurde aber auf den 18. Februar verschoben.

          Verdeckte Operationen verstärken

          Die wichtigsten sicherheitspolitischen Berater von Präsident Bush erwägen nach einem Bericht der Zeitung „New York Times“ die Ausweitung verdeckter Operationen in Pakistan. Über Vorschläge, Aktivitäten des amerikanischen Militärs und des Auslandsgeheimdienstes CIA in sensiblen Gebieten des Landes zu verstärken, sei am vergangenen Freitag im Weißen Haus gesprochen worden. Grund dafür seien nachrichtendienstliche Berichte über zunehmende Anstrengungen der Taliban und Al Qaidas, die pakistanische Regierung zu destabilisieren.

          Mehrere Teilnehmer an der Runde im Weißen Haus hätten sich überzeugt gezeigt, dass die Regierung Musharraf bereit sei, Washington mehr Freiraum für verdeckte Operationen gegen mutmaßliche Terroristen zu geben. Entscheidungen seien noch nicht getroffen worden.

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