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Pakistan : Islamisten versprechen eine „unbegrenzte Waffenruhe“

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Jubel im Swat-Tal über die Einführung der Scharia: Kapituliert Islamabad vor den Islamisten? Bild: dpa

Gut eine Woche nach der Ankündigung, in der Nordwestprovinz Pakistans die Scharia wieder einzuführen, haben die mit den Taliban verbündeten Islamisten im Swat-Tal an der Grenze zu Afghanistan einen einseitigen Waffenstillstand verkündet.

          Die mit den Taliban verbündeten Islamisten im Swat-Tal an Pakistans Grenze zu Afghanistan haben einen einseitigen Waffenstillstand verkündet. Die Entscheidung sei auf einer Schura-Versammlung unter Leitung des Geistlichen Maulana Fazlullah getroffen worden, sagte am Dienstag ein Sprecher der Islamisten der Nachrichtenagentur AFP. „Es wurde entschieden, für eine unbegrenzte Zeit einen Waffenstillstand einzuhalten“, sagte Sprecher Muslim Khan.

          Die Entscheidung ist eine Reaktion auf die von den Behörden angekündigte Einführung der Scharia im Swat-Tal, die von den Islamisten gefordert worden war. Die Provinzregierung von Malakand im Nordwesten Pakistans, in der auch das von den Islamisten kontrollierte Swat-Tal liegt, hatte kürzlich zugestimmt, dort das Scharia-Recht einzuführen. Der amerikanische Sondergesandte für Afghanistan und Pakistan, Richard Holbrooke, hatte das Abkommen als Kapitulation vor den Islamisten kritisiert.

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