https://www.faz.net/-gpf-xrq4

Pakistan : Dutzende Tote bei Selbstmordanschlag

  • Aktualisiert am

Bild: reuters

Mehr als 40 Personen sind bei einem Attentat auf den Sitz eines führenden Regierungsvertreters im Nordwesten Pakistans getötet worden. Dutzende weitere wurden verletzt, viele davon schwer.

          Bei einem vermutlich von Taliban verübten Selbstmordanschlag auf ein Treffen regierungstreuer Stammesältester im Nordwesten Pakistans sind am Montag mindestens 40 Menschen getötet worden. Zwei Attentäter hätten sich am Sitz des Regierungsvertreters in der Ortschaft Ghalanai in der Region Mohmand in die Luft gesprengt, teilten die Sicherheitsbehörden mit. Krankenhausvertreter sprachen von mindestens 60 Verletzten.

          Der Regierungsvertreter in der Region, Amjad Ali Khan, gab an, dass es zwei Attentäter gewesen seien, die zu Fuß gekommen seien. „Der erste sprengte sich in dem Büro eines meiner Stellvertreter in die Luft. Der zweite zündete den Sprengstoff, als Wachen ihn ergriffen.“

          Khan beriet zu dem Zeitpunkt mit Stammesvertretern über die Stärkung der als Friedenskomitee bekannten Milizen, die die Regierung im Kampf gegen Aufständische unterstützen. Der Vertreter der Taliban in Mohmand, Omar Khalid, sagte, man habe den Stammesältesten eine Frist bis Ende November gesetzt, um sich vom Friedenskomitee zu distanzieren. Das sei nicht geschehen. „Also schickten wir zwei Selbstmordattentäter, um sie zu zerstören.“

          Mehr als hundert Personen wurden bei dem Anschlag in Mohmand verletzt, viele davon schwer

          Mohmand ist einer von sieben Distrikten in den halbautonomen Stammesgebieten an der afghanischen Grenze. Bei einem Anschlag auf eine talibanfeindliche Stammesmiliz in Mohmand im vergangenen Juli waren mehr als 100 Menschen getötet worden.

          Weitere Themen

          Johnson blitzt bei Juncker ab

          Brexit-Treffen : Johnson blitzt bei Juncker ab

          Der britische Premierminister Johnson hatte Zuversicht verbreitet, doch seine Gespräche mit Kommissionschef Juncker blieben ohne konkretes Ergebnis. Das erste Treffen zwischen den beiden Politikern findet ein kurioses Ende.

          Rebellion aus dem Hunsrück?

          Rheinland-pfälzische CDU : Rebellion aus dem Hunsrück?

          Eine vorgezogene Wahl und ein politischer Außenseiter: Warum ein gelernter Zahnarzt aus der rheinland-pfälzischen Provinz für den Fraktionsvorsitzenden der CDU zum Problem werden könnte.

          Topmeldungen

          Die saudische Ölraffinerie in Abqaiq nach dem Anschlag

          Attacken auf Ölanlagen : Der Krieg, in den Trump nicht ziehen will

          Der amerikanische Präsident bleibt nach den Attacken auf saudische Erdölanlagen zögerlich. Einen Schlag gegen Iran scheut Trump – und überlässt die Entscheidung über das weitere Vorgehen Riad.
          Oftmals dauert die Diagnostik im Krankenhaus im Falle einer Sepsis zu lange – was zum Tod des Patienten führen kann. (Symbolbild)

          Tödliche Infektion : Ein Kampf um jede Stunde

          An einer Sepsis sterben jedes Jahr zehntausende Menschen. Fachleute kritisieren, dass es in Deutschland noch keine nationale Strategie gibt, um mehr Menschen retten zu können.
          Bayern, nicht Boston: Der sogenannte Additive Campus von GE in Lichtenfels.

          Von Deutschland aus : General Electric macht im 3D-Druck Tempo

          Trotz Krise hält der Industriekonzern aus Amerika an der Zukunftstechnologie fest und eröffnet eine neue Fertigung – im bayerischen Lichtenfels. Dabei war die allgemeine Begeisterung schon größer.

          Newsletter

          Immer auf dem Laufenden Sie haben Post! Abonnieren Sie unsere FAZ.NET-Newsletter und wir liefern die wichtigsten Nachrichten direkt in Ihre Mailbox. Es ist ein Fehler aufgetreten. Bitte versuchen Sie es erneut.
          Vielen Dank für Ihr Interesse an den F.A.Z.-Newslettern. Sie erhalten in wenigen Minuten eine E-Mail, um Ihre Newsletterbestellung zu bestätigen.