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Pakistan : Dutzende Tote bei Selbstmordanschlag

  • Aktualisiert am

Bild: reuters

Mehr als 40 Personen sind bei einem Attentat auf den Sitz eines führenden Regierungsvertreters im Nordwesten Pakistans getötet worden. Dutzende weitere wurden verletzt, viele davon schwer.

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          Bei einem vermutlich von Taliban verübten Selbstmordanschlag auf ein Treffen regierungstreuer Stammesältester im Nordwesten Pakistans sind am Montag mindestens 40 Menschen getötet worden. Zwei Attentäter hätten sich am Sitz des Regierungsvertreters in der Ortschaft Ghalanai in der Region Mohmand in die Luft gesprengt, teilten die Sicherheitsbehörden mit. Krankenhausvertreter sprachen von mindestens 60 Verletzten.

          Der Regierungsvertreter in der Region, Amjad Ali Khan, gab an, dass es zwei Attentäter gewesen seien, die zu Fuß gekommen seien. „Der erste sprengte sich in dem Büro eines meiner Stellvertreter in die Luft. Der zweite zündete den Sprengstoff, als Wachen ihn ergriffen.“

          Khan beriet zu dem Zeitpunkt mit Stammesvertretern über die Stärkung der als Friedenskomitee bekannten Milizen, die die Regierung im Kampf gegen Aufständische unterstützen. Der Vertreter der Taliban in Mohmand, Omar Khalid, sagte, man habe den Stammesältesten eine Frist bis Ende November gesetzt, um sich vom Friedenskomitee zu distanzieren. Das sei nicht geschehen. „Also schickten wir zwei Selbstmordattentäter, um sie zu zerstören.“

          Mehr als hundert Personen wurden bei dem Anschlag in Mohmand verletzt, viele davon schwer

          Mohmand ist einer von sieben Distrikten in den halbautonomen Stammesgebieten an der afghanischen Grenze. Bei einem Anschlag auf eine talibanfeindliche Stammesmiliz in Mohmand im vergangenen Juli waren mehr als 100 Menschen getötet worden.

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