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Folter- und Mordvorwurf : Eltern von Otto Warmbier verklagen Nordkorea

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Cindy und Fred Warmbier im Januar in Washington bei der „State of the Union“-Rede von Praesident Donald Trump. Bild: AP

Die Familie von Otto Warmbier hat Nordkorea verklagt. Der amerikanische Student war in Nordkorea verhaftet und ins Koma gefallen, woraus er nie wieder erwachte.

          Die Eltern des nach seiner Rückkehr aus Nordkorea verstorbenen amerikanischen Studenten Otto Warmbier verklagen die Regierung in Pjöngjang wegen mutmaßlicher Folter und mutmaßlichen Mordes an ihrem Sohn. „Nordkorea, ein Schurkenstaat, hat Otto für eigene unrechtmäßige Zwecke als Geisel genommen und ihn brutal gefoltert und ermordet“, heißt es in der am Donnerstag eingereichten Klageschrift von Cindy und Fred Warmbier.

          Warmbier war während einer Nordkorea-Reise Anfang 2016 wegen Diebstahls eines Propaganda-Posters zu 15 Jahren Arbeitslager verurteilt worden. Er fiel ins Koma und wurde schließlich „aus humanitären Gründen“ freigelassen. Im Juni starb er wenige Tage nach seiner Rückkehr in die Vereinigten Staaten. Zu dieser Zeit hatten sich die politischen Spannungen zwischen Amerika und Nordkorea verschärft.

          Die Klage der Eltern erfolgt zu einem kritischen Zeitpunkt. Die Vereinigten Staaten bereiten derzeit ein historisches Gipfeltreffen von Präsident Donald Trump mit dem nordkoreanischen Machthaber Kim Jong-un vor. Am Freitag traf Kim zu einem ebenfalls historischen Treffen mit dem südkoreanischen Präsidenten Moon Jae-in zusammen, nachdem es zuletzt eine Annäherung gegeben hatte.

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