Donbass : Separatisten und Regierungstruppen beschießen einander in Ostukraine
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Schäden an einem Gebäude in Stanyzja Luhanska am Donnerstag Bild: dpa
Mehrmals sollen die Konfliktparteien im Donbass die Waffenruhe gebrochen haben. Das werfen sie sich gegenseitig vor. Schon am Vortag soll ein Kindergarten getroffen worden sein.
Die ukrainische Armee und die pro-russischen Kämpfer in der Ostukraine haben sich am Freitagmorgen abermals gegenseitig Beschuss vorgeworfen. Die Kommandozentrale des ukrainischen Militärs erklärte, die pro-russischen Kämpfer hätten in der Nacht 20 Mal die Waffenruhe verletzt. Die pro-russischen Separatisten in den selbsternannten Volksrepubliken Luhansk und Donezk warfen der ukrainischen Armee 27 Bombardements vor.
Bereits am Donnerstag hatten beide Seiten sich gegenseitig beschuldigt, die Gewalt in dem Konfliktgebiet eskalieren zu lassen. Die Kommandozentrale des ukrainischen Militärs erklärte, von Russland unterstützte Kämpfer hätten das Dorf Stanyzja-Luhanska mit schwerer Artillerie beschossen. Dabei seien ein Kindergarten getroffen und ersten Erkenntnissen zufolge zwei Zivilisten verletzt worden. Die pro-russischen Separatisten in der selbsternannten Volksrepublik Luhansk beschuldigten ihrerseits die Ukraine.
Die Vereinigten Staaten und die Nato warnten vor einer russischen Provokation in dem Gebiet. In der Ostukraine kämpfen seit 2014 pro-russische Separatisten gegen die ukrainische Armee. Nach Ansicht des Westens werden die Separatisten von Moskau unterstützt. Angesichts eines massiven russischen Truppenaufmarschs an der Grenze befürchtet der Westen derzeit einen russischen Angriff auf die Ukraine.