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Krieg in der Ostukraine : Einigung auf Feuerpause in der Stadt Debalzewe

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Dutzende Busse sind auf dem Weg nach Debalzewe, um Zivilisten aus der umkämpften Stadt im Donbass zu evakuieren Bild: Reuters

Das ukrainische Militär und die Separatisten haben sich auf eine eintägige Waffenruhe rund um die umkämpfte Stadt Debalzewe geeinigt, um Zivilisten in Sicherheit zu bringen. Angeblich sollen dort tausende ukrainische Soldaten nahezu eingekesselt sein.

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          In der umkämpften ostukrainischen Stadt Debalzewe haben sich das Militär und die prorussischen Aufständischen auf einen humanitären Korridor geeinigt. Um Zivilisten in Sicherheit zu bringen, stünden 20 Busse bereit, sagte Separatistensprecherin Daria Morosowa am Freitag. Die ersten Fahrzeuge hätten die Gegend bereits verlassen, meldete die Agentur Interfax.

          Für die Evakuierung hätten sich die Konfliktparteien auf eine Feuerpause bis 16 Uhr (MEZ) geeinigt. In Debalzewe sollen Tausende ukrainische Soldaten nahezu eingekesselt sein, wie die Separatisten behaupten. Die Militärführung in Kiew weist dies zurück.

          Ein Sprecher des Innenministeriums in Kiew bestätigte die Einrichtung des Korridors. Nach Angaben des Zivilschutzes wurden bereits am Donnerstag fast 400 Menschen aus Kampfzonen in den Gebieten Donezk und Luhansk fortgebracht.

          Die Konfliktparteien berichteten von gegenseitigem Beschuss. Ein Soldat wurde dabei getötet, wie die Armeeführung mitteilte. In der Separatistenhochburg Donezk kamen bei Beschuss nach Darstellung der Aufständischen zwei Zivilisten ums Leben.

          In der deutsch-französischen Vermittlungsinitiative in der Ukraine-Krise richten sich die Hoffnungen nun auf Russland. Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) und Frankreichs Präsident François Hollande reisen am Freitag zu einem mit Spannung erwarteten Treffen mit Kremlchef Wladimir Putin nach Moskau.

          Deutschland, Frankreich und die Ukraine riefen Russland nach einem gut fünf Stunden lagen Treffen in Kiew mit Kanzlerin Angela Merkel und Frankreichs Staatspräsident François Hollande zu einer friedlichen Lösung des blutigen Konflikts in der Region Donbass auf. Der ukrainische Präsident Petro Poroschenko teilte nach dem Gespräch mit, alle drei hätten sich für eine Umsetzung des Minsker Abkommens ausgesprochen, das unter anderem eine Feuerpause zwischen Militär und prorussischen Separatisten sowie den Abzug schwerer Waffen vorsieht. Im Osten der Ukraine sind seit April mehr als 5400 Menschen getötet worden.

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