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Opposition gegen China : Hongkonger Regierungschefin Lam wegen Flüchtlingen unter Druck

  • Aktualisiert am

Hongkongs Regierungschefin Carrie Lam Bild: Reuters

Mehrere Pro-Demokratie-Aktivisten sind bei ihrem Versuch nach Taiwan zu fliehen festgenommen worden. Sie befinden sich in chinesischer Haft. Parlamentarier aus verschiedenen Ländern fordern von Hongkongs Regierung Beistand.

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          Die Hongkonger Regierungschefin Carrie Lam gerät im Fall der bei einem Fluchtversuch aus der Sonderverwaltungszone von China festgenommen Mitglieder der pro-demokratischen Bewegung unter Druck. „In Ihrer Rolle als Staatschefin ist es Ihre Aufgabe, sich für diese jungen Menschen einzusetzen, um sicherzustellen, dass ihnen Gerechtigkeit widerfährt“, schrieben mehr als 150 Parlamentarier aus 18 Ländern in einem am späten Dienstag veröffentlichten Brief an Lam. Dies zu unterlassen, stelle einen groben Verstoß gegen ihre Verantwortung dar, den Menschen in Hongkong zu dienen und ihr Wohlbefinden und ihre Sicherheit zu gewährleisten. Die Parlamentarier fordern, dass die zwölf in China inhaftierten Flüchtlinge sofort nach Hongkong zurückgebracht werden, einen Rechtsvertreter erhalten und mit ihren Familien sprechen können.

          Lam entgegnete, dass die Inhaftierten auf dem chinesischen Festland vor Gericht gestellt werden müssen und dass die Hongkonger Regierung „notwendige und machbare“ Hilfe leisten werde.

          Ende August wurden zwölf Personen, die alle in Hongkong wegen regierungsfeindlicher Proteste angeklagt sind, auf offener See festgenommen, als sie offenbar versuchten, die demokratische Insel Taiwan zu erreichen. Seither sitzen sie in China ohne Kontakt zur Außenwelt und ohne anwaltlichen Beistand im Gefängnis. Das jüngste Mitglied der Gruppe ist 16 Jahre alt. Nach Angaben der chinesischen Behörden drohen den Beteiligten wegen illegalen Grenzübertritts bis zu sieben Jahre Haft.

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