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Olympische Winterspiele : Wie hoch ist der Preis für einen politischen Boykott?

Die olympischen Ringe auf der Spitze des Olympiaturms in Peking Bild: dpa

Die Olympischen Winterspiele sollten für China mal zu einem Triumph werden. Diese Hoffnung ist längst vergangen – nun wollen auch noch amerikanische Politiker fernbleiben. Das drängt andere Nationen zu Entscheidungen.

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          Der bissigste Kommentar kam wie so oft vom Bürochef der Parteizeitung China Daily in Brüssel. „Sie sind nicht eingeladen und nicht willkommen, Herr Biden. Hoffe, Sie leben lang genug, um zu sehen, wie China die Sommerspiele in Los Angeles 2028 boykottiert“, schrieb Chen Weihua auf Twitter.

          Friederike Böge
          Politische Korrespondentin für China, Nordkorea und die Mongolei.

          Die offizielle chinesische Reaktion auf die Verkündung eines diplomatischen Boykotts der Olympischen Winterspiele durch die Vereinigten Staaten fiel nicht minder empört aus. Dafür werde Amerika „einen Preis zahlen“, sagte der Sprecher des Außenministeriums Zhao Lijian am Dienstag. Er sagte zwar nicht, worin Chinas „resolute Gegenmaßnahmen“ bestehen werden, deutete aber an, dass sich die Entscheidung Washingtons negativ auf „Dialog und Zusammenarbeit der beiden Länder in wichtigen internationalen und regionalen Angelegenheiten“ auswirken könnte. Die Vereinigten Staaten sollten „aufhören, Sport zu politisieren und die Pekinger Olympischen Winterspiele zu untergraben“, sagte der Sprecher und warf Amerika vor, die Sportveranstaltung als Bühne für ein politisches Manöver zu missbrauchen.

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