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Ohne Hamas : Konferenz der Blockfreien in Iran eröffnet

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Auf Ebene der Vizeminister hat die Konferenz der 120 blockfreien Staaten begonnen. Bild: AFP

In Teheran hat die Konferenz der Blockfreien-Bewegung begonnen. Zu dem sechstägigen Treffen sind Vertreter aus 120 Mitgliedsstaaten angereist. Der Anführer der radikalislamischen Hamas soll entgegen früherer Angaben doch nicht eingeladen worden sein.

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          Der iranische Außenminister Ali-Akbar Salehi hat am Sonntag die Konferenz der Blockfreien-Bewegung (Non Aligned Movement, NAM) in Teheran eröffnet. „Der Iran teilt die Sorge vieler NAM-Mitglieder über den Machtzuwachs des UN-Sicherheitsrates und sieht die Notwendigkeit von Reformen in dieser Hinsicht“, sagte Salehi in seiner Eröffnungsrede.

          Mehr als 40 Staats- und Regierungschefs und hunderte Diplomaten sind nach Angaben iranischer Medien zu dem Treffen eingeladen, darunter der ägyptische Präsident Mohammed Mursi, Kubas Staatschef Raul Castro und Indiens Premierminister Manmohan Singh. Auch UN-Generalsekretär Ban Ki Moon hat seine Teilnahme zugesagt und so für politische Verstimmung in Washington und Tel Aviv gesorgt.

          Die Tagung dauert sechs Tage und beginnt auf der Ebene der Vizeminister. Am Dienstag kommen erstmals die Außenminister zusammen, am Donnerstag die Staatschefs.

          Der Iran will beim Blockfreien-Treffen einen neuen Vorschlag unterbreiten, um die Krise in Syrien zu beenden, wie Salehis Sprecher Ramin Mehmanparast sagte. „Die NAM-Mitgliedstaaten sind gegen jede fremde Einmischung und terroristische Aktivitäten“, fügte er hinzu. „Kein anderer Staat, sondern das syrische Volk sollte über sein politisches Schicksal entscheiden.“ Einzelheiten zu dem Vorschlag nannte der Sprecher nicht. Auf der Konferenz werde auch über eine Kontaktgruppe für Syrien beraten.

          Verwirrung gab es um die angebliche Einladung des Anführers der radikalislamischen Hamas, Ismail Hanija, durch den iranischen Präsidenten Mahmud Ahmadinedschad zum Gipfeltreffen. Konferenzsprecher Mohammad Reza Forqani sagte dazu am Sonntag: „Es gibt keine offizielle Einladung von Präsident Ahmadinedschad an Hanija und nur Mahmud Abbas wurde zum Gipfel eingeladen.“ Abbas ist Präsident der Palästinensischen Autonomiebehörde. Mit einer Einladung Hanijas hätte der Iran eine Absage Abbas’ riskiert.

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