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Offensive geplant : Türkei verlegt Truppen an syrische Grenze

  • Aktualisiert am

Türkische Truppen im September nach einer Patrouille mit amerikanischen Soldaten in Nordsyrien Bild: EPA

Mehrere türkische Armee-Fahrzeuge sowie Soldaten seien an der Grenze zu Syrien eingetroffen, berichten Medien. Präsident Erdogan hatte schon vor Wochen eine Offensive gegen Kurden in Syrien angekündigt.

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          Nach der Ankündigung einer baldigen militärischen Offensive in Nordsyrien hat die Türkei an der türkisch-syrischen Grenze Truppen bewegt. Die staatliche Nachrichtenagentur Anadolu berichtete in der Nacht auf Sonntag von neun Transportern mit Militärfahrzeugen sowie einem Bus mit Soldaten, die den südosttürkischen Grenzort Akcakale erreicht hätten. Sie seien aus der Provinzhauptstadt Sanliurfa gekommen. Dort hatte die Türkei im März ein Kommandozentrum für die lange geplante Offensive eingeweiht.

          Präsident Recep Tayyip Erdogan hatte am Samstag vor Parteimitgliedern in Ankara angekündigt, die Türkei stehe kurz vor einem Militäreinsatz in Syrien, der „sowohl aus der Luft als auch mit Bodentruppen“ ausgefochten werde. Der Einsatz könne „heute oder morgen“ beginnen. Erdogan hatte die Offensive zuerst im Dezember 2018 angekündigt und und die Drohung seitdem mehrfach wiederholt.

          Ziel einer Offensive wären kurdische Milizen östlich des Flusses Euphrat, die an der türkisch-syrischen Grenze Gebiete kontrollieren. Die Türkei betrachtet die YPG-Milizen als Ableger der verbotenen kurdischen Arbeiterpartei PKK und damit als Terroristen. Sie fordert in Nordsyrien seit langem eine Zone unter ihrer alleinigen Kontrolle.

          Dorthin will Präsident Erdogan auch Millionen syrische Flüchtlinge umsiedeln, die derzeit in der Türkei und in Europa leben. Bei einem Besuch von Innenminister Horst Seehofer (CSU) und EU-Migrationskommissar Dimitris Avramopoulos in Ankara am Donnerstag und Freitag hatte unter anderem Vizepräsident Fuat Oktay Unterstützung für die Zone gefordert.

          Im August hatten die Vereinigten Staaten zugesagt, der Türkei bei der Einrichtung der gewünschten „Sicherheitszone“ zu helfen, auch, um den Angriff auf die YPG zu verhindern. Die ist ein wichtiger Verbündeter Amerikas im Kampf gegen die Terrormiliz IS. Eine von Erdogan gesetzte Frist für die Fertigstellung der Zone war Ende September verstrichen.

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