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Sebastian Kurz im Gespräch : „Ich wünsche mir eine stabile Regierung in Berlin“

Der neue österreichische Bundeskanzler Sebastian Kurz (ÖVP) im Kreisky-Zimmer am Wiener Ballhausplatz, dem Sitz des Bundeskanzlers Bild: Helmut Fricke

Bundeskanzler Sebastian Kurz spricht im F.A.Z.-Interview über seine Pläne für Österreich und Europa – und über die Erfahrungen mit großen Koalitionen.

          13 Min.

          Herr Bundeskanzler, Sie besuchen an diesem Mittwoch zum ersten Mal als österreichischer Regierungschef Berlin. Zuvor aber sind Sie nach Frankreich gereist. Spielt aus Ihrer Sicht jetzt Paris die erste Geige im europäischen Konzert?

          Berthold Kohler
          Herausgeber.
          Stephan Löwenstein
          Politischer Korrespondent mit Sitz in Wien.

          Traditionell sind österreichische Bundeskanzler als Erstes in die Schweiz gereist. Ich habe ganz bewusst in den ersten Tagen als Regierungschef in Brüssel die drei Spitzen der Europäischen Union getroffen. Es stimmt, meine erste bilaterale Reise hat mich nach Frankreich geführt, weil ich der Meinung bin, dass es Veränderungen in der Europäischen Union braucht und Präsident Emmanuel Macron jemand ist, der den starken Willen hat, diese Veränderungen einzuleiten. Das ändert nichts daran, dass Deutschland unser wichtigster Nachbar und Partner ist. Ich freue mich, dass ich heute in Deutschland zu Gast sein darf und erneut mit Bundeskanzlerin Angela Merkel, mit der ich in einem regelmäßigen Austausch stehe, ein ausführliches Gespräch führen kann.

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