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Österreich und Migrationspakt : In einem Atemzug mit Orbán und Trump

Gab dem „Juniorpartner“ in der Koalition nach: Der österreichische Bundeskanzler Sebastian Kurz vor wenigen Wochen in Brüssel. Bild: EPA

Der Ausstieg Österreichs aus dem UN-Migrationspakt wird derzeit in ganz Europa viel kritisiert – doch die Regierung verteidigt ihre Entscheidung weiterhin.

          Österreich hat in der vergangenen Woche beschlossen, den sogenannten Migrationspakt nicht anzunehmen, der im Rahmen der Vereinten Nationen ausgehandelt wurde. Das hat diesem zuvor wenig beachteten Dokument auch in anderen EU-Ländern eine erhöhte öffentliche Aufmerksamkeit beschert. Die EU-Kommission und die deutsche Bundesregierung haben sich von dem Schritt Wiens distanziert. Andere, wie Polen, Dänemark, Kroatien oder die Tschechische Republik, haben hingegen ebenfalls Skepsis erkennen lassen. Ungarn hat längst seine Ablehnung des Paktes zu Protokoll gegeben, doch das hat weit weniger Wellen geschlagen. Das liegt möglicherweise daran, dass man von der national-konservativen Regierung Viktor Orbáns in Budapest ohnehin nichts anderes erwartet hätte; Ähnliches gilt für den Ausstieg der Vereinigten Staaten unter Präsident Donald Trump.

          Stephan Löwenstein

          Politischer Korrespondent für Österreich und angrenzende Länder mit Sitz in Wien.

          Der österreichische Bundeskanzler Sebastian Kurz, Vorsitzender der christlich-demokratischen ÖVP, hat gezögert, während sein Koalitionspartner, die rechte FPÖ unter Vizekanzler Heinz-Christian Strache, schon seit längerem auf einen Ausstieg dringt. Kurz hätte es womöglich vorgezogen, in diesem Zusammenhang nicht in einem Atemzug mit Orbán und Trump genannt zu werden. In einem Interview mit der Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung gab Kurz noch vor zwei Wochen zu erkennen, dass er nicht aussteigen, sondern unter Vorbehalt beitreten wollte: „Wir werden einen völkerrechtsverbindlichen Vorbehalt formulieren, da wir einige Punkte sehr kritisch sehen, zum Beispiel die Verpflichtung, Migranten eine Arbeitserlaubnis zu erteilen.“ Dabei gehe es darum, die nationale Eigenständigkeit zu bewahren.

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