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Österreich : Unerwünschte Wahl-SMS sorgen für Ärger

  • Aktualisiert am

Handy-Nutzerin Bild: dpa

Österreichische Handynutzer beschweren sich über unerwünschte und irreführende SMS am Wahltag. Darin heißt es, die Wahllokale seien überfüllt, ein „Chaos“ drohe.

          Auch am Tag der Bundespräsidentenwahl lösen in Österreich wieder unaufgeforderte Wahlwerbungs-SMS Ärger aus. Die österreichische Zeitung „Heute“ berichtet auf ihrer Website von Massen-SMS, in denen darauf hingewiesen wird, dass die Wahllokale aufgrund des großen Andrangs überfüllt seien. „Um ein Chaos durch die vielen WählerInnen weitgehendst zu vermeiden“, bitte die Wahlkommission darum, dass heute nur Wähler des FPÖ-Kandidaten Norbert Hofer wählen gehen sollten. Wähler des Gegenkandidaten Alexander Van der Bellen sollten das erst morgen tun. Dann sind die Wahllokale freilich längst geschlossen. Nach Informationen der Zeitung „Der Standard“ ermittelt bereits der österreichische Verfassungsschutz, nachdem eine Anzeige gestellt worden war.

          Schon am Samstag hatten ähnliche Massen-SMS Wähler verärgert. Leser der österreichischen Zeitung „Heute“ wandten sich an das Blatt, weil sie überraschend Nachrichten wie diese erhielten: „Liebe Freunde! Morgen können wir Geschichte schreiben! Wir sind ganz knapp davor! Bitte geht raus, redet mit den Leuten, überzeugt die Unentschlossenen! Euer HC.“ Die Abkürzung HC steht anscheinend für den FPÖ-Vorsitzenden Heinz-Christian Strache. Die Empfänger der SMS beteuerten gegenüber der Redaktion, weder Anhänger der FPÖ zu sein, noch in den Empfang solcher Nachrichten eingewilligt zu haben.

          Unklar bleibt vorerst, wie viele Handynutzer entsprechende Nachrichten bekommen haben. Noch nicht endgültig geklärt ist nach Angaben der Zeitung „Heute“ auch, ob tatsächlich die FPÖ hinter der SMS-Aktion vom Samstag steckt. Allerdings zeige eine Suche nach der Absende-Telefonnummer, dass sich zumindest seit dem Jahr 2012 Nutzer über FPÖ-Nachrichten von diesem Absender ärgerten. Darin würden FPÖ-Newsletter und Auftritte von FPÖ-Politikern in Fernsehsendungen beworben. Ein Nutzer gibt an, bei der FPÖ eine Löschung aus dem SMS-Verteiler beantragt zu haben. Das sei ihm dort auch bestätigt worden. Allerdings habe er später wieder solche Nachrichten erhalten.

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