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Impfbereitschaft eingebrochen : Kommt in Österreich die Impfprämie?

  • Aktualisiert am

Die Zahl der täglichen Impfungen in Österreich ist im Vergleich zum November (hier ein Impfzentrum am 23. November in Wien) auf rund einen Drittel gesunken. Bild: dpa

Weil in Österreich die Zahl der Corona-Impfungen dramatisch eingebrochen ist, zeigt sich Bundeskanzler Karl Nehammer offen für eine Impfprämie. Die oppositionelle SPÖ fordert 500 Euro pro Impfling.

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          In Österreich ist die Zahl der Corona-Impfungen eingebrochen. Der Sieben-Tage-Schnitt ist nach Angaben der Behörden auf nun täglich 36.000 gesunken. Vor einem Monat lag der Wochenschnitt noch bei etwa 110.000 Impfungen täglich. Weiterhin handelt es sich meist um Auffrischungsimpfungen, nur etwa zehn Prozent der Injektionen sind Erststiche. Der österreichische Bundeskanzler Karl Nehammer (ÖVP) zeigt sich inzwischen für Impfprämien aufgeschlossen.

          Alles, was dazu beitrage, mehr Menschen zum Impfen zu bringen, bevor die Impfpflicht in Kraft trete, sei „ein positives Signal“, sagte Nehammer am Mittwoch der österreichischen Nachrichtenagentur APA. Zuletzt hatte die sozialdemokratische Oppositionspartei SPÖ einen 500-Euro-Gutschein für alle gefordert, die mit dem dritten Stich zu einer höheren Impfquote beitrügen. Sie beträgt aktuell knapp 71 Prozent.

          Er halte es für einen „sehr guten Zugang“, auf positive Art zur Impfung zu motivieren – „in welcher Höhe und in welcher Form, da sollen sich die Expertinnen und Experten Gedanken machen“, sagte Nehammer weiter.

          Unterdessen befürchten die österreichischen Behörden, dass die ab Februar geplante Impfpflicht die Radikalisierung unter den Corona-Skeptikern weiter vorantreibt. Es mache sich ein „radikaler Individualismus“ breit, der sich in sozialen Medien in enthemmter Sprache bemerkbar mache, sagte der Chef der Direktion Staatsschutz und Nachrichtendienst (DSN), Omar Haijawi-Pirchner. Innenminister Gerhard Karner (ÖVP) sorgt sich insbesondere um die Sicherheit des medizinischen Personals, das zunehmend Einschüchterungen und Beschimpfungen ausgesetzt sei.

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