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Unruhe in FPÖ : Gefährliche Seilschaften in Wien

FPÖ-Chef Herbert Kickl soll versucht haben, den Wiener Landesverband seiner Partei durch rabiate Methoden unter Kontrolle zu bringen. Bild: dpa

Ein früherer Mitstreiter von Parteichef Herbert Kickl soll Anzeigen gegen Parteifreunde gestellt haben. Tat er dies auf eigene Faust?

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          Die Pressekonferenz mit Präsidentschaftskandidat Walter Rosenkranz sollte der Auftakt einer Herbstoffensive der FPÖ sein. „Wir werden uns mit voller Kraft in diese Schlacht werfen“, sagte Generalsekretär Michael Schnedlitz am Dienstag. Die rechte Partei sieht sich grundsätzlich im Aufwind. Pandemie, Inflation und Kriegsängste lassen die Zustimmungswerte zur „türkis-grünen“ Regierung in Wien bröckeln, für die Kanzlerpartei ÖVP kommt die ständige, aus Akten der Staatsanwaltschaft und einem Untersuchungsausschuss genährte Berichterstattung über wirkliche und vermeintliche Affären erschwerend hinzu.

          Stephan Löwenstein
          Politischer Korrespondent mit Sitz in Wien.

          FPÖ-Chef Herbert Kickl hingegen hat es geschafft, seine Partei aus dem Tief nach dem Ibiza-Video ihres einstigen Vorsitzenden Heinz-Christian Strache herauszuarbeiten. Dafür führte er eine radikale Kampagne gegen die Corona-Maßnahmen, inzwischen auch gegen die Unterstützung der Ukraine gegen die russische Aggression. Inzwischen steht die Partei in Umfragen wieder bei etwa 20 Prozent.

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