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Auf dem Mittelmeer : „Ocean Viking“ und „Alan Kurdi“ retten 144 Menschen aus Seenot

  • Aktualisiert am

Die „Ocean Viking“ nahm rund 60 Menschen an Bord. (Archivbild) Bild: EPA

In insgesamt drei Einsätzen haben die beiden Rettungsschiffe „Ocean Viking“ und „Alan Kurdi“ 144 Menschen an Bord genommen. Mehrere Personen mussten bereits als medizinische Notfälle nach Lampedusa gebracht werden.

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          Die Schiffe „Ocean Viking“ und „Alan Kurdi“ haben im Mittelmeer wieder Menschen gerettet. Die „Ocean Viking“ nahm am Donnerstagabend rund 60 Menschen an Bord. Zuvor hatte die „Alan Kurdi“ der Regensburger Organisation Sea-Eye in zwei Einsätzen insgesamt 84 Menschen aus Seenot gerettet.

          Das Rettungsschiff „Ocean Viking“ barg rund 100 Kilometer nördlich der libyschen Küste die Insassen eines treibenden Holzbootes. Unter ihnen waren zwei Frauen, ein Kleinkind und ein Baby. Außerdem waren laut SOS Méditerranée und „Ärzte ohne Grenzen“, die die „Ocean Viking“ gemeinsam betreiben, weitere 16 Minderjährige an Bord, alle ohne erwachsene Begleitperson.

          23 der Geretteten stammen den Angaben zufolge aus Bangladesch, 13 aus Eritrea, 13 aus Mali, sechs aus der Elfenbeinküste, drei aus dem Südsudan und je eine oder einer aus Äthiopien und Guinea. Die Organisationen beziehen sich dabei auf die Angaben der Menschen bei Ankunft auf dem Schiff.

          Es habe sich um eine sehr schwierige Rettung gehandelt, sagte Einsatzleiter Nicholas Romaniuk von SOS Méditerranée am Abend auf der „Ocean Viking“ der Nachrichtenagentur epd. Das Boot sei überladen gewesen und hätte kentern können, die Dunkelheit habe den Einsatz erschwert, erklärte Romaniuk. Die „Ocean Viking“ war am Mittwoch vom italienischen Messina aus zu einem neuen Einsatz im zentralen Mittelmeer gestartet.

          Von der „Alan Kurdi“ seien mittlerweile vier Erwachsene, zwei Neugeborene und ein Kleinkind evakuiert worden, teilte die Organisation Sea-Eye auf Twitter mit. Die Seenotleitstelle Rom habe sich bereiterklärt, die sieben Geretteten nach Lampedusa zu bringen.

          77 Gerettete sind laut Sea-Eye weiterhin an Bord und warten auf einen sicheren Hafen. Die libyschen Behörden hätten wiederholt Tripolis als Ausschiffungshafen angeboten, schreibt die Organisation. „Wäre Libyen ein sicherer Ort, dann hätten diese Menschen nicht ihr Leben riskiert, um diesen Ort zu verlassen“, sagte Sea-Eye-Vorsitzender Gordon Isler. Sea-Eye lehne es deshalb weiterhin kategorisch ab, Menschen zurück nach Libyen zu bringen.

          Von Libyen aus versuchen immer wieder Migranten und Flüchtlinge, nach Europa zu gelangen. Derzeit ist das Wetter verhältnismäßig gut. SOS Méditerranée und „Ärzte ohne Grenzen“ wollten am Freitag zunächst weiter in der Region patrouillieren, um in Seenotfällen zu Hilfe zu kommen.

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