NSA-Abhöraffäre :
„Partner spionieren einander nicht aus“

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Das Hauptquartier der NSA in Fort Meade
Politiker aus Brüssel und Berlin regieren empört auf Berichte, nach denen der amerikanische Geheimdienst NSA gezielt Einrichtungen der EU ins Visier genommen hat. EU-Justizkommissarin Viviane Reding droht damit, die Gespräche über das geplante Freihandelsabkommen mit den Vereinigten Staaten ruhen zu lassen.

EU-Justizkommissarin Viviane Reding hat am Sonntag damit gedroht, die Gespräche über das geplante Freihandelsabkommen zwischen der EU und den Vereinigten Staaten ruhen zu lassen. Hintergrund ist ein Pressebericht, wonach die amerikanische Aufklärung Einrichtungen der EU ausspioniert. „Partner spionieren einander nicht aus“, sagte Reding. „Wir können nicht über einen großen transatlantischen Markt verhandeln, wenn der leiseste Verdacht besteht, dass unsere Partner die Büros unserer Verhandlungsführer ausspionieren.“ Aus der Kommission hatte es zuvor geheißen, die Amerikaner hätten versprochen, den Wahrheitsgehalt des Berichts zu prüfen.

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