https://www.faz.net/-gpf-9110d

Nach Messerangriff in Finnland : Attentäter von Turku fiel auch in NRW auf

  • Aktualisiert am

Der Tatverdächtige vor dem Haftrichter Bild: AFP

Der Attentäter von Turku bestreitet weiterhin ein terroristisches Motiv und eine Mordabsicht. Nun wird bekannt: Sein gewalttätiges Verhalten fiel bereits in Nordrhein-Westfalen auf.

          Die finnische Polizei hat Zweifel an der Identität des wegen der tödlichen Messerattacke in Turku festgenommenen Mannes. Es gebe Gründe für die Annahme, dass der Verdächtige bei der Einreise falsche Angaben gemacht habe, teilten finnische Behörden am Mittwoch mit. Der als 18 Jahre alter Abderrahman Mechkah Identifizierte kam 2016 nach Finnland, nachdem er sich zuvor den Behörden zufolge einige Zeit in Deutschland aufgehalten hatte.

          Einen Aufenthalt des mutmaßlichen Messer-Attentäters in Nordrhein-Westfalen hat Innenminister Herbert Reul (CDU) mittlerweile bestätigt. Der Mann sei Anfang 2016 in einer Flüchtlingsunterkunft in Neuss und in Kerpen wegen Körperverletzung und ein weiteres Mal wegen schwerer Körperverletzung aufgefallen, sagte Reul am Mittwoch in Düsseldorf. Darüber hinaus sei man nicht auf „besondere Vorkommnisse“ gestoßen, werde seinen Fall nun aber noch einmal überprüfen.

          Dem Mann wird vorgeworfen, am Freitag in Turku zwei Frauen erstochen und weitere acht Menschen verletzt zu haben. Zu den Motiven des Attentäters könne derzeit nichts mitgeteilt werden, sagte ein Sprecher der finnischen Polizei: „Er ist nicht bereit, alle Fragen zu beantworten.“ Am Dienstag gab er die Tat zumindest zu, bestritt nach Angaben seines Anwalts aber, ein terroristisches Motiv gehabt zu haben.

          Weitere Themen

          Rentner hoffen auf seine Wiederwahl Video-Seite öffnen

          Trump im „Swingstate“ Florida : Rentner hoffen auf seine Wiederwahl

          Der amerikanische Präsident will bei einem Auftritt in Florida seine Bewerbung um eine zweite Amtszeit verkünden. Florida gilt als Rentnerparadies, unter ihnen hat Trump viele Anhänger. Des Weiteren kommt dem Bundesstaat eine besondere Rolle zu.

          Ein schlimmer Verdacht

          Fall Lübcke : Ein schlimmer Verdacht

          Die Behörden gehen im Mordfall Lübcke davon aus, dass der Täter aus dem rechtsextremen Milieu stammt und seine Tat langfristig plante. Das weckt Erinnerungen an die Morde des NSU.

          Topmeldungen

          Mordfall Lübcke : Die Falle der AfD

          Die AfD ist an Scheinheiligkeit nicht zu überbieten. Die Krokodilstränen über den Tod eines Repräsentanten des „Systems“, das sie aus den Angeln heben will, kann sie sich sparen.

          Newsletter

          Immer auf dem Laufenden Sie haben Post! Abonnieren Sie unsere FAZ.NET-Newsletter und wir liefern die wichtigsten Nachrichten direkt in Ihre Mailbox. Es ist ein Fehler aufgetreten. Bitte versuchen Sie es erneut.
          Vielen Dank für Ihr Interesse an den F.A.Z.-Newslettern. Sie erhalten in wenigen Minuten eine E-Mail, um Ihre Newsletterbestellung zu bestätigen.