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FAZ Plus Artikel Griechenland-Kommentar : Ausbruch aus dem Gefängnis der Geschichte

Unbeirrbar gegen Widerstände gekämpft: der griechische Ministerpräsident Alexis Tsipras Bild: Reuters

Auch wenn ihm das kaum jemand zugetraut hat: Der Durchbruch im Namensstreit mit Mazedonien ist Alexis Tsipras zu verdanken. Er hat den Mut aufgebracht, sich gegen eine Phalanx der Nationalisten zu stellen.

          Noch vor einem Jahr glaubte kaum jemand, dass es Griechenlands Regierungschef Alexis Tsipras tatsächlich gelingen werde, einen der ältesten Konflikte Südosteuropas zu überwinden: Den von Griechenland entfachten „Namensstreit“ mit Mazedonien, das nunmehr Nordmazedonien heißt. Allgemein sichtbar wurde der Streit 1991, als sich im Zuge des Zerfalls von Jugoslawien auch dessen südlichste Teilrepublik für unabhängig erklärte.

          Virulent war der Konflikt aber spätestens seit dem griechischen Bürgerkrieg von 1944 bis 1949. Damals lebten im Norden Griechenlands noch viele slawische Mazedonier – oder slawophone Griechen, je nach Sichtweise. Die meisten kämpften auf Seiten der griechischen Kommunisten. Anfangs wurden sie mit Waffen und Munition von der Sowjetunion und Jugoslawien, später dann nur noch aus Belgrad unterstützt. Ebenso wie Bulgarien strebte Serbien schon seit den Balkankriegen von 1912/13 nach Kontrolle über den südlichen Teil der historischen Region Makedonien mit ihrer Hauptstadt Thessaloniki. In einem kurzlebigen Pakt mit Hitlers Deutschland hatte sich die Generalität in Belgrad 1941 sogar noch schriftlich zusichern lassen, dass Stadt und Hafen Saloniki nach dem Krieg an Jugoslawien fallen werden.

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          Michael Martens

          Korrespondent für südosteuropäische Länder mit Sitz in Wien.

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