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Nordkorea : Verwirrung um amerikanischen Flugzeugträger

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Bild: AFP

Ein Kriegsschiff sollte laut der Regierung in Washington Kurs auf Nordkorea nehmen. Doch dort ist es auch anderthalb Wochen später nicht aufgetaucht. Nun ist von einer Kommunikationspanne die Rede.

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          Der amerikanische Flugzeugträger „USS Carl Vinson“ hat Anfang April entgegen der Behauptung der amerikanischen Regierung nicht Kurs auf die koreanische Halbinsel genommen. Der Flugzeugträger, der von einem Kampfflugzeug-Geschwader, zwei Lenkwaffenzerstörern und einem Kreuzer begleitet wird, befinde sich vor der Nordwestküste von Australien, sagte ein Mitarbeiter des Verteidigungsministeriums. Die Schiffe hätten dort an einer Trainingsmission mit der australischen Marine teilgenommen. Eine Aufnahme der amerikanischen Marine hatte den Verband am Wochenende vor der indonesischen Insel Java gezeigt.

          Die Positionierung der Kriegsschiffe steht im Widerspruch zu früheren Ankündigungen: Am 8. April war in einer Mitteilung der amerikanischen Pazifik-Flotte noch die Rede davon gewesen, dass die Schiffe angewiesen worden seien, von Singapur in koreanische Gewässer aufzubrechen. Von einer Mission in Australien war nicht die Rede. Südkoreanischen Medien zufolge hätte der Marineverband voraussichtlich am Osterwochenende in Gewässern nahe der Halbinsel eintreffen sollen. Verteidigungsminister James Mattis sagte, der Flugzeugträgerverband sei „auf seinem Weg hoch“ zu der Halbinsel. Präsident Donald Trump erklärte: „Wir schicken eine Armada. Sehr mächtig.“

          Sorgen vor militärischer Konfrontation

          Diese Ankündigungen nährten weltweit die Sorgen, dass der Konflikt um das nordkoreanische Atomprogramm in eine militärische Konfrontation münden könnte. Die kommunistische Regierung in Pjöngjang reagierte auf die Drohungen bislang unnachgiebig. Der nordkoreanische Vizebotschafter bei den Vereinten Nationen sagte zu Wochenbeginn, sein Land sei bereit, auf „jegliche Art von Krieg“ seitens der Vereinigten Staaten zu reagieren.

          Laut dem amerikanischen Verteidigungsministerium soll sich der Flugzeugträgerverband nun tatsächlich „innerhalb der nächsten 24 Stunden“ in Richtung der koreanischen Halbinsel in Bewegung setzen. Wann der Verband nun wirklich an seinem Ziel ankommen soll, wollten ein Pentagon-Sprecher sowie der Sprecher des Pazifikkommandos nicht sagen. Die „New York Times“ berichtete unter Berufung auf Kreise, die Ankunft sei für nächste Woche geplant. CNN meldete, der Flugzeugträger werde die koranische Halbinsel Ende April erreichen.

          CNN sprach von „Kommunikationsfehlern“ in der amerikanischen Regierung. Die „New York Times“ berichtete, die Navy habe vor einer Woche vorschnell die Verlegung des Flugzeugträgers in koreanische Gewässer gemeldet. Außerdem habe Verteidigungsminister Mattis eine fehlerhafte Erklärung dazu abgegeben.

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