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Nordkorea und Deutschland : Kein Handschlag mit Diktator Kim

Kim Jong-un auf dem Paektusan, dem mythischen Berg der Koreaner. Der Diktator hat seine relative Entspannungspolitik gegenüber Amerika für beendet erklärt. Bild: dpa

Nordkorea ist der repressivste Staat der Welt. Gerade hat es Amerika mit „schockierenden Handlungen“ gedroht. Wie soll man bloß umgehen mit diesem Land? Und was tut Deutschland?

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          Er wollte nach Deutschland, aber durfte nicht: Ein Mitarbeiter des nordkoreanischen Gesundheitsministeriums sollte im Dezember nach Deutschland fliegen. Nach Berlin, wo er einst als Stipendiat einer deutschen Stiftung seinen Masterabschluss gemacht hatte. Deutschland ist ihm nicht fremd, er hat hier gelebt. Und er kennt einige wichtige Leute in der deutschen Politik, die sich für seine Reise einsetzten. Vergebens: Kurz vor seinem Abflug wurde sein Visumantrag abgelehnt. Der Nordkoreaner blieb auf gepackten Koffern sitzen.

          Das ist der jüngste Fall in einer Reihe von Irritationen. Wer sich in diesen Tagen mit deutschen Nordkorea-Fachleuten unterhält, mit Experten von NGOs und Stiftungen, mit Politikern und Wissenschaftlern, erfährt von zunehmender Unzufriedenheit mit der deutschen Nordkorea-Politik. Der Vorwurf an die Diplomaten des Auswärtigen Amts in Berlin: eine Blockade-Haltung, die Nordkorea-Projekte erschwere oder sogar unmöglich mache. Solche Projekte waren schon immer schwierig. Denn Nordkorea ist politisch geächtet und wird international isoliert. Doch im Moment geht noch weniger als sonst. Und zum Jahreswechsel wurde es nicht besser, im Gegenteil: Machthaber Kim Jong-un hat Amerika zur Jahreswende mit der Entwicklung einer neuen Superwaffe gedroht.

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