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Kommentar : Sanktionen allein reichen nicht

  • -Aktualisiert am

Der nordkoreanische Präsident Kim Jong-un hat Warnungen wegen seiner Raketentests bislang ignoriert. Bild: AP

Die neueste UN-Resolution gegen Nordkorea ist sinnvoll. Aber nur, wenn die beteiligten Staaten auch eine Strategie haben, um mit den Folgen umzugehen.

          Angenommen, auch Russland und China hätten die Absicht, die neueste UN-Resolution über Nordkorea nach Geist und Buchstaben getreu in die Tat umzusetzen, so träfe dies etwa ein Drittel des nordkoreanischen Außenhandels.

          Zwar ist nicht wahrscheinlich, dass sowohl Peking als auch Moskau so freundlich sein werden, das zu tun, was sie mitbeschlossen haben. Aber trotzdem sollten alle Beteiligten einmal darüber nachdenken, was aus der gegenüber Nordkorea mit Recht verfolgten Sanktionspolitik eigentlich folgt.

          Es ist jedenfalls keine sinnvolle Strategie, dem Land durch Sanktionen möglichst schweren Schaden zuzufügen, ohne einen Plan dafür zu haben, wie – zum Beispiel – eine größere Zahl Flüchtlinge in China versorgt werden könnte. Außerdem müssen Vorkehrungen für den (unwahrscheinlichen, aber nicht völlig auszuschließenden) Fall eines plötzlichen Zusammenbruchs des Regimes getroffen werden.

          Wie sichert man die Atomwaffen des Regimes? Alles das verlangt zwingend enge Kontakte zwischen den Mächten der Region und Amerika. Wenigstens dazu sollten alle bereit sein.

          Peter Sturm

          Redakteur in der Politik, zuständig für „Politische Bücher“.

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