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Nordkorea : Pjöngjang droht mit nuklearer Abschreckung

  • -Aktualisiert am

Bild: reuters

Die Spannungen auf der koreanischen Halbinsel nehmen weiter zu. Pjöngjang droht mit der Weiterentwicklung seines Atomprogramms. Ein in Nordkorea gefangener Amerikaner könnte zum Faustpfand werden - ihm droht eine Verurteilung nach Kriegsrecht.

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          Die Führung in Pjöngjang reagiert mit neuen Drohungen auf eine Verurteilung Nordkoreas bei dem Gipfeltreffen der G8 in Kanada wegen seines Angriffs auf das südkoreanische Kriegsschiff Cheonan. Die jüngsten Entwicklungen auf der koreanischen Halbinsel drängten Nordkorea dazu, die nukleare Abschreckung in einer neu entwickelten Weise zu verbessern, sagte ein Sprecher des nordkoreanischen Außenministeriums am Montag.

          Aus der Stellungnahme, die von der nordkoreanischen Nachrichtenagentur KCNA verbreitet wurde, ging nicht hervor, was mit der neu entwickelten Verstärkung gemeint ist. Im Mai hatte Nordkorea behauptet, seinen Wissenschaftlern sei eine Kernfusion gelungen. Dies wurde jedoch von den meisten Fachleuten als höchst unwahrscheinlich eingeschätzt. Wenige Tage nach dem 60. Jahrestag des Korea-Krieges erklärte die nordkoreanische Regierung jetzt außerdem, die historischen Fakten bewiesen, dass Nordkorea recht hatte, auf nukleare Bedrohung mit einer nuklearen Abschreckung zu reagieren.

          Pjöngjang: Amerika bringt schwere Waffen nach Panmunjom

          Nordkorea versucht, einen Amerikaner, der wegen illegalen Grenzübertritts in Nordkorea festgehalten wird, als Druckmittel gegenüber den Vereinigten Staaten zu benutzen. Der amerikanische Staatsbürger könnte nach Kriegsrecht verurteilt werden und hätte dann mit einer schwereren Strafe als den acht Jahren Arbeitslager und einer Strafe von 700.000 Dollar zu rechnen, zu der er bereits verurteilt wurde, hieß es.

          Kim Jong-il setzt auf das nordkoreanische Militär
          Kim Jong-il setzt auf das nordkoreanische Militär : Bild: dpa

          Pjöngjang beschuldigte außerdem die Vereinigten Staaten, am 26. Juni verschiedene Arten schwere Waffen nach Panmunjom an der innerkoreanischen Grenze gebracht zu haben. In Panmunjom, wo der Waffenstillstand nach dem Korea-Krieg unterzeichnet wurde, stehen sich nord- und südkoreanische und amerikanische Truppen gegenüber. Nordkorea beschuldigte die Vereinigten Staaten, mit der Stationierung von schweren Waffen dort einen Konflikt provozieren zu wollen. Nordkorea verlangt von den Vereinigten Staaten, die Waffen sofort zu entfernen und droht mit militärischen Gegenmaßnahmen, falls dies nicht geschieht.

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