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Nordkorea-Konflikt : Seouls Sicherheitsberater warnt vor Krieg „aus Versehen“

  • Aktualisiert am

Auch Südkorea kann martialisch: Spezialkräfte bei einer Aufführung am Tag der Streitkräfte am 25. September 2017 in Pyeongtaek Bild: AFP

Pjöngjang feiert im Oktober die Gründung seiner Kommunistischen Partei. Vermutlich mit weiteren Provokationen. Die bereiten Chung Eui-yong, Sicherheitsberater des Südens, Sorgen.

          Südkorea erwartet weitere Provokationen Nordkoreas. In wenigen Wochen stünden der Jahrestag der Gründung der Kommunistischen Partei Nordkoreas und der Kongress der Kommunistischen Partei in China bevor, sagte der Nationale  Sicherheitsberater Südkoreas, Chung Eui-yong, am Donnerstag bei einem Treffen mit Präsident Moon Jae-in. Er erwarte, dass Nordkorea um den 10. und den 18. Oktober etwas unternehme, sagte Chung, ohne das weiter auszuführen. Chung habe auch die Befürchtung geäußert, dass ein militärischer Konflikt durch einen Unfall oder ein Versehen ausgelöst werden könnte, sagte der Abgeordnete Park Wan-ju.

          Das chinesische Verteidigungsministerium erklärte, das Militär treffe alle Vorkehrungen, um die nationale Souveränität sowie Frieden und Stabilität in der Region zu sichern. Der Konflikt sollte durch Gespräche und nicht durch Militäraktionen beigelegt werden, sagte Ministeriumssprecher Wu Qian in Peking. China ist der einzige Verbündete Nordkoreas. Es wird damit gerechnet, dass die Staatsführung erbost wäre, sollte die Führung in Pjöngjang tatsächlich während des nur alle fünf Jahre stattfindenden Parteitags etwa eine Rakete testen würde.

          Verbaler Schlagabtausch eskaliert

          Moon bezeichnete es nach Angaben von Abgeordneten als unangemessen, über eine Stationierung von Atomwaffen in Südkorea zu diskutieren. Er persönlich sei auch gegen die Verlegung des amerikanischen Raketenabwehrsystems Thaad nach Südkorea gewesen. Die Entscheidung  sei dann jedoch getroffen worden, angesichts von Nordkoreas raschen Fortschritten bei seinem Raketenprogramm. China lehnt die Stationierung von Thaad in Südkorea ab. Das Land geht davon aus, dass das starke Thaad-Radar auch in chinesisches Territorium hineinschauen kann.

          Der verbale Schlagabtausch zwischen Amerikas Präsident Donald Trump und Nordkoreas Machthaber Kim Jong-un war in den vergangenen Tagen weiter eskaliert. Zuletzt drohte Nordkorea mit einem Abschuss amerikanischer Langstreckenbomber, da die Vereinigten Staaten dem kommunistischen Land den Krieg erklärt hätten. Von amerikanischer Seite wurde das zurückgewiesen. Nordkorea hat sein Raketen- und Atomprogramm in den vergangenen Monaten stark vorangetrieben und zahlreiche Tests unternommen, die auf scharfe internationale Kritik stießen.

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