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Nordkorea : Internationale Erleichterung über Atom-Moratorium

  • Aktualisiert am

Offenbar geht Nordkoreas neuer Führer Kim Jong-un auf Amerika zu Bild: AFP

Die Mitglieder der „Sechser-Gespräche“ zu Nordkoreas Atomprogramm haben sich positiv über die Ankündigung Pjöngjangs geäußert, Atomwaffentests und Urananreicherung auszusetzen. Das russische Außenministerium teilte mit, nun könne es bald neue Verhandlungen geben.

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          Die Nachbarländer Nordkoreas heißen die Ankündigung Pjongjangs gut, Atomwaffentests und Urananreicherung zu stoppen. „Dies ist ein positives Beispiel dafür, wie Anstrengungen verschiedener Parteien, die ein gemeinsames Ziel verfolgen, zu einer für alle Seiten akzeptablen Lösung in einer sehr schwierigen Situation führen können“, teilte das Außenministerium in Moskau am Donnerstag auf seiner Internetseite mit. Nun könne es bald neue Verhandlungen im Rahmen der sogenannten Sechser-Gespräche (Nord- und Südkorea, USA, Japan, China und Russland) geben.

          Wegen der zunehmenden Spannungen zwischen Nord- und Südkorea im vergangenen Jahr hatte Russland seine Truppen in der Grenzregion zum Nachbarland Nordkorea verstärkt.

          Auch die Führung Südkoreas befürwortete die Zugeständnisse der neuen Führung in Pjöngjang im Atomstreit. Das Außenministerium in Seoul äußerte am Donnerstag die Hoffnung, dass die Vereinbarungen zwischen den Vereinigten Staaten und Nordkorea über erste Schritte zum Abbau des nordkoreanischen Atomprogramms „gewissenhaft umgesetzt werden“. Nordkoreas Zugeständnisse seien beachtenswert, hieß es. Diese Schritte seien von Nordkorea gefordert worden, um eine günstige Atmosphäre für die Wiederaufnahme der Mehrparteiengespräche über sein Atomprogramm zu schaffen.

          Die Vereinigten Staaten hatten am Vortag mitgeteilt, dass Nordkorea im Gegenzug für amerikanische Nahrungsmittelhilfe seine Urananreicherung sowie Atomtests und Tests von Langstreckenraketen aussetzen wolle. UN-Generalsekretär Ban ki-moon rief alle beteiligten Parteien auf, den Konflikt friedlich zu lösen.

          China ermutige die Vereinigten Staaten und Nordkorea, ihre Beziehungen zu verbessern und ihre Beiträge zur Wahrung von Frieden und Stabilität auf der koreanischen Halbinsel zu leisten, sagte der Sprecher des Außenministeriums in Peking, Hong Lei. Teilnehmer an den seit drei Jahren ausgesetzten Verhandlungen sind auch Südkorea, Japan und Russland. Die Zugeständnisse Nordkoreas seien ein „wichtiger Schritt“ zur Lösung der Probleme auf der koreanischen Halbinsel, sagte der japanische Außenminister Koichiro Gemba in Tokio. Für eine Fortsetzung der Sechser-Gespräche ist es nach Ansicht Tokios jedoch noch genauso zu früh wie für eine Wiederaufnahme des bilateralen Dialogs mit dem sozialistischen Nachbarstaat.

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