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„Gegenmaßnahmen“ angekündigt : Nordkorea droht nach Manövern in Südkorea

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Amerikanische und südkoreanische trainieren regelmäßig miteinander (wie hier im Juni 2017). Bild: AP

Eine amerikanisch-südkoreanische Militärübung könne „die aggressive, anstößige und streitsüchtige Art ihrer feindseligen Handlungen nicht verbergen“, heißt es aus Nordkorea. Die Armee werde darauf „entsprechend“ reagieren.

          Nordkorea hat die derzeit in Südkorea laufenden Übungen der Streitkräfte des Nachbarlandes mit dem amerikanischen Militär verurteilt und eine Reaktion darauf angekündigt. Die Luftmanöver würden die Beziehungen zwischen den koreanischen Staaten gefährden und mit „entsprechenden Gegenmaßnahmen von unserer Armee“ beantwortet werden, berichtete die staatliche Nachrichtenagentur KCNA am Donnerstag unter Berufung auf einen Sprecher des Komitees für die Friedliche Wiedervereinigung des Landes.

          Die amerikanisch-südkoreanische Militärübung könne „die aggressive, anstößige und streitsüchtige Art ihrer feindseligen Handlungen nicht verbergen“, hieß es weiter. Durch den geänderten Codenamen der Übung würden beide Staaten suggerieren, das Manöver sei im Umfang reduziert worden – dies sei aber nicht so.

          Die Manöver würden zudem gegen die Panmunjom-Erklärung verstoßen, die Südkoreas Präsident Moon Jae-in und Nordkoreas Machthaber Kim Jong-un vor einem Jahr bei ihrem ersten Gipfeltreffen unterzeichnet hatten. In der symbolischen Erklärung hatten sich beide Staaten für Frieden und nukleare Abrüstung auf der koreanischen Halbinsel ausgesprochen, dies aber sehr vage formuliert.

          Anfang März teilten die Vereinigten Staaten und Südkorea mit, dass die von Nordkorea besonders scharf kritisierten gemeinsamen Militärübungen eingestellt würden. Dabei handelt es sich um die größte der jährlichen Militärübungen, das Feldmanöver Foal Eagle, und um die Kommandoschulung Key Resolve. Das Ende der Manöver sei Teil der diplomatischen Bemühungen zu einer vollständigen Denuklearisierung der koreanischen Halbinsel, teilte das südkoreanische Verteidigungsministerium mit. Allerdings würden die Streitkräfte Südkoreas und der Vereinigten Staaten weiterhin eng kooperieren und handlungsbereit bleiben.

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