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Warnung an Washington? : Nordkorea bejubelt „supergroßen“ Raketenwerfer

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Das südkoreanische Fernsehen berichtet am 10. September 2019 über einen neuen nordkoreanischen Raketentest. Bild: AFP

Laut Pjöngjang habe der Test eines „Mehrfach-Raketenwerfers“ bestätigt, dass das System für „Kampfhandlungen“ bereit sei. Fachleute vermuten dagegen, dass die Rakete ihr Ziel im Japanischen Meer verfehlt habe.

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          Nordkorea hat nach eigenen Angaben Fortschritte bei der Erprobung eines „supergroßen“ Mehrfachraketenwerfers erzielt. Nach einem Test am Dienstag deutete das abgeschottete Land am Mittwoch an, weitere Versuche mit dem Waffensystem zu unternehmen. Machthaber Kim Jong-un habe den jüngsten Test des Raketenwerfers angeleitet, berichteten die Staatsmedien. Der Einsatz des Systems für „Kampfhandlungen“ habe sich bestätigt, wurde Kim zitiert.

          Weitere „Abschuss-Probeläufe“ müssten folgen, sagte Kim, ohne konkreter zu werden. Der jüngste Test sei aber vollständig im Einklang mit dessen Zweck gewesen. Ende August hatte Nordkorea eigenen Angaben zufolge bereits den Mehrfachraketenwerfer getestet.

          Südkoreas Streitkräfte hatten am Dienstag mitgeteilt, Nordkorea habe zwei Projektile von einer Region nördlich von Pjöngjang in Richtung Ostküste abgefeuert. Sie seien etwa 330 Kilometer weit geflogen. Experten vermuteten, dass möglicherweise eine Rakete ihr Ziel im Japanischen Meer (koreanisch: Ostmeer) nicht erreicht haben könnte, berichtete die südkoreanische Nachrichtenagentur Yonhap.

          Nordkorea erwartet neue Vorschläge aus Washington

          Der jüngste Raketentest durch Nordkorea erfolgte nur wenige Stunden nach einem an Bedingungen geknüpften Angebot an die Vereinigten Staaten, neue Arbeitsgespräche über sein Atomwaffenprogramm führen zu können. Nordkoreas Vize-Außenministerin Choe Son-hui machte deutlich, dass Pjöngjang von Washington neue Vorschläge erwarte. Der amerikanische Präsident Donald Trump nannte die Botschaft aus Pjöngjang „interessant“, ließ aber zunächst offen, ob es bald zu einem Treffen kommen könnte.

          Trump hatte sich bei einem kurzen Treffen mit Kim Jong-un Ende Juni an der innerkoreanischen Grenze darauf geeinigt, Arbeitsgruppen zur Abrüstung in der Region zu bilden. Die Gespräche kamen aber bisher nicht zustande.

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