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Sabotage an Nord Stream : Eine bekannte Gefahr

Schweißarbeiten: Rohre für Nord Stream 2 an Bord des Verlegschiffes „Audacia“ im November 2018 Bild: Picture Alliance

Seit Montag entweicht aus drei Lecks in den Pipelines Nord Stream 1 und 2 Gas in die Ostsee. Nun fragen sich alle: Wer hat die Pipelines sabotiert?

          9 Min.

          Der 8. November 2011 sollte ein großer Tag sein für die Gasversorgung in Europa. Viel politische Prominenz kam damals in Lubmin in Vorpommern zusammen, als Bundeskanzlerin Angela Merkel mit dem russischen Präsidenten Dmitrij Medwedjew den Gashahn für den ersten von zwei Leitungssträngen der Nord-Stream-Pipeline aufdrehte. Symbolisch zumindest. Sie lächelten einander an.

          Peter Carstens
          Politischer Korrespondent in Berlin
          Thomas Gutschker
          Politischer Korrespondent für die Europäische Union, die Nato und die Benelux-Länder mit Sitz in Brüssel.
          Friedrich Schmidt
          Politischer Korrespondent für Russland und die GUS in Moskau.
          Matthias Wyssuwa
          Politischer Korrespondent für Norddeutschland und Skandinavien mit Sitz in Hamburg.

          Um sie herum standen die Ministerpräsidenten Frankreichs und der Niederlande, François Fillon und Mark Rutte, EU-Energiekommissar Günther Oettinger, Erwin Sellering, der Ministerpräsident Mecklenburg-Vorpommerns, und, natürlich, Gerhard Schröder. Der hatte noch als Kanzler mit Wladimir Putin das Projekt auf den Weg gebracht. Merkel bezeichnete Nord Stream als ein Zeichen dafür, „dass wir auf eine sichere und belastbare Zusammenarbeit mit Russland in der Zukunft setzen“. Elf Jahre später liegen neben den Röhren von Nord Stream 1 auch jene von Nord Stream 2 am Boden der Ostsee. Und seit Montag strömt aus Lecks in beiden Pipelines das Gas ins Meer. Das geborstene Ende einer „belastbaren Zusammenarbeit“.

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