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Nigeria : Mindestens fünf Tote bei Anschlag nahe Moschee

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Im Nordosten Nigerias sind kurz nach den Freitagsgebeten drei Sprengsätze in der Nähe von Märkten gezündet worden. Mindestens fünf Menschen wurden dabei getötet.

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          Bei einer Bombenexplosion nahe einer Moschee im Norden Nigerias sind am Freitag nach Polizeiangaben mindestens fünf Menschen getötet und mehrere verletzt worden. Der Sprengsatz sei explodiert, als Gläubige das Gotteshaus in der Stadt Maiduguri nach dem Freitagsgebet verließen, berichtete das nigerianische Fernsehen. Unter den Opfern sollen laut Augenzeugen auch zwei Kinder gewesen sein. Die Verletzten wurden ins Krankenhaus gebracht.

          Bislang hat noch niemand Verantwortung für den Anschlag übernommen. Die Stadt gilt als Hochburg der radikalislamische Sekte Boko Haram. Diese hatte sich zu Bombenanschlägen im Norden des Landes bekannt, bei denen am ersten Weihnachtstag mehr als 40 Menschen getötet und viele andere verletzt worden waren. Nicht auszuschließen ist nach Angaben von Beobachtern die Möglichkeit, dass die Moschee Ziel eines Vergeltungsschlages christlicher Gruppen wurde. Aus Angst vor neuen Terroranschlägen haben zahlreiche Kirchen in Nigeria ihre mitternächtlichen Gottesdienste in der Silvesternacht abgesagt.

          Die Extremisten von Boko Haram, die westliche Kultur und das Christentum radikal ablehnen, hatten für die christlichen Neujahrsfeiern Anschläge angekündigt. Bereits 2010 gab es bei Angriffen auf Weihnachtsfeiern in dem westafrikanischen Land mehr als 80 Tote. Die christlichen Kirchen in Nigeria sprechen von einer „Kriegserklärung“ seitens der Boko Haram. Nigeria ist mit 150 Millionen Einwohnern das bevölkerungsreichste Land Afrikas. Jeweils mehr als 40 Prozent der Nigerianer sind Christen oder Moslems.

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