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Nigeria : Fast 300 entführte Schülerinnen sind wieder frei

  • Aktualisiert am

In Sicherheit: Freigelassene Schülerinnen am Dienstag vor einem Regierungsgebäude in Gusau im Bezirk Zamfara Bild: AFP

Die Mädchen waren vor fünf Tagen von Bewaffneten aus ihrem Internat verschleppt worden. Es war das jüngste einer Reihe ähnlicher Verbrechen in Nigeria. Nun gibt es gute Nachrichten.

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          Fünf Tage nach ihrer Entführung aus einem Internat im Norden Nigerias sind 279 Schülerinnen wieder frei. Alle Mädchen seien am Dienstagmorgen freigelassen worden und bei guter Gesundheit, sagte der Gouverneur des Bundesstaats Zamfara, Bello Matawalle, der Nachrichtenagentur AFP.

          „Ich freue mich, berichten zu können, dass die Mädchen freigelassen wurden“, sagte Matawalle. Die Schülerinnen befänden sich derzeit im Regierungsgebäude in Zamfara.

          Bewaffnete Angreifer hatten in der Nacht zum vergangenen Freitag das Mädcheninternat in Jangebe überfallen und 317 Schülerinnen verschleppt. Einigen Dutzend der Mädchen gelang die Flucht.

          Häufige Überfälle

          Seit Jahren mehren sich die Angriffe krimineller Banden im Norden und im Zentrum Nigerias. Die in Nigeria als „Banditen“ bezeichneten Gangs entführen Menschen, um Lösegeld zu erpressen, und sind für Plünderungen und Vergewaltigungen verantwortlich. Die Banden handeln vornehmlich aus finanziellen Motiven und haben keine bekannten ideologischen Ausrichtungen.

          Es gibt jedoch wachsende Bedenken, dass sie mit Dschihadisten aus dem Nordosten kooperieren könnten. Diese kämpfen seit Jahren für die Errichtung eines islamistischen Staats. Vor knapp zwei Monaten hatte die islamistische Terrorgruppe Boko Haram im nördlich gelegenen nigerianischen Bundesstaat Katsina Hunderte Schulkinder entführt, sie eine Woche später aber wieder freigelassen. Unklar blieb, ob Lösegeld gezahlt wurde. 2014 waren aus einer Schule in Chibok 276 Mädchen entführt worden. Die Tat hatte international Entsetzen hervorgerufen und eine von Prominenten unterstützte Solidaritätskampagne ausgelöst. Trotz diverser Freilassungsaktionen werden weiter viele Mädchen vermisst.

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