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Radikale Islamisten in Nigeria : Boko Haram tötet Entwicklungshelferin

  • Aktualisiert am

Gefährliche Arbeit: Rot-Kreuz-Helfer in Nigeria Bild: Reuters

Die Mitarbeiterin des Roten Kreuzes war im März von der Islamistenmiliz entführt worden. Die Regierung tue alles für die Freilassung zweier weiterer Geiseln, sagt der nigerianische Informationsminister.

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          Die Islamistengruppe Boko Haram hat nach nigerianischen Regierungsangaben eine entführte Entwicklungshelferin getötet. Informationsminister Lai Mohammed bezeichnete die Ermordung am Montag als „unmenschlich und gottlos“. Bei dem Opfer soll es sich um Hauwa Liman vom Internationalen Komitee vom Roten Kreuz (IKRK) handeln. Ihrer Familie sprach der Minister auf Twitter sein Mitgefühl aus.

          Liman war Anfang März nach einem Angriff einer Boko-Haram-Untergruppe in der Stadt Rann im äußersten Nordosten Nigerias gemeinsam mit zwei weiteren Entwicklungshelferinnen des IKRK und des UN-Kinderhilfswerks Unicef verschleppt worden. Drei weitere Entwicklungshelfer und acht nigerianische Soldaten wurden bei dem Angriff getötet.

          Das IKRK hatte im September ein Video erhalten, das die Hinrichtung der anderen Mitarbeiterin zeigen soll. Die Kämpfer drohten darin, die verbliebenen beiden Entwicklungshelferinnen sowie ein ebenfalls festgehaltenes 15 Jahre altes Mädchen zu töten.

          Informationsminister Lai Mohammed erklärte am Montag, weiter für Verhandlungen mit der Islamistenmiliz über die Freilassung der Geiseln offen zu sein. Die Regierung arbeite weiter „für die Befreiung der unschuldigen Frauen“.

          Die Rebellengruppe Boko Haram kämpft im Nordosten Nigerias für einen islamistischen Staat. Bei Gewalt zwischen Boko Haram und der nigerianischen Armee sind seit 2009 nach Schätzungen der Vereinten Nationen mehr als 27.000 Menschen getötet worden.

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