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Keine Meinungsfreiheit : Wie Nicaragua Deutsche und andere Ausländer einschüchtert

Nicaraguas Machthaber Daniel Ortega auf einer Fassade in Nicaragua, darüber das Wort: „Mörder“ Bild: AP

Nicaraguas Machthaber Ortega zieht die Schlinge immer enger. Amnesty International spricht von einer dramatischen Menschenrechtslage. Nun warnt die deutsche Botschaft ihre Bürger davor, sich kritisch zu äußern.

          3 Min.

          Wer als Ausländer in Nicaragua lebt oder das Land als Tourist bereist, sollte seine Zunge hüten. Die Spitzel von Präsident Daniel Ortega hören genau hin, wenn es politisch wird. Die Gefahr, die davon ausgeht, ist derart groß geworden, dass die Bundesrepublik Deutschland nun ihre eigenen Bürger in dem Land ungewöhnlich offen zur Vorsicht aufruft.

          Tjerk Brühwiller

          Korrespondent für Lateinamerika mit Sitz in São Paulo.

          In einer Mitteilung auf Facebook schreibt die deutsche Botschaft in Nicaragua: „Die Botschaft erinnert daran, dass in Nicaragua allen Ausländern – ansässigen wie Touristen – die politische Betätigung verboten ist. Dies schließt auch Meinungsäußerungen zur nicaraguanischen Politik oder das Teilen von solchen in sozialen Medien ein.“ Auch von politischen Äußerungen im „vermeintlich privaten Umfeld“ wird abgeraten. Wer sich daran nicht halte, dem drohe im Extremfall der Entzug der Aufenthaltsbewilligung.

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