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Streit um Einwanderungspolitik : Machtspiele mit Migranten

Migranten aus Texas werden vor dem Kapitol in Washington abgesetzt (Aufnahme von 11. August) Bild: AFP

Der demokratische Bürgermeister von New York, Eric Adams, verurteilt den Transport von Migranten aus dem Süden an die Ostküste. Doch die Republikaner sehen die Schuld bei der Biden-Regierung.

          3 Min.

          In einem Punkt waren sich der New Yorker Bürgermeister Eric Adams und der republikanische Senator Mike Rounds in ihrer Fernsehdiskussion am Sonntagabend auf CNN einig: dass es den Gouverneuren aus den Südstaaten allein um die politische Geste gehe, wenn sie Migranten aus Texas, Florida und Arizona an die Ostküste transportieren lassen. Die jüngsten Aktionen waren besonders öffentlichkeitswirksam. Da ließ der texanische Gouverneur Greg Abbott mehrere Busse vor der Residenz der Vizepräsidentin Kamala Harris in Washington D.C. vorfahren, ein anderes Mal lud der Gouverneur von Florida, Ron DeSantis, etwa 50 Migranten mit Flugzeugen auf der vornehmlich von Reichen bewohnten Insel Martha’s Vineyard in Massachusetts ab.

          Sofia Dreisbach
          Politische Korrespondentin für Nordamerika mit Sitz in Washington.

          Doch wie diese Handlungen zu beurteilen seien und wer daran schuld sei, darin unterschieden sich die Bewertungen der beiden Politiker grundlegend. Adams kritisierte sie als „menschengemachte humanitäre Krise“. New York City, wiederholt der demokratische Bürgermeister immer wieder, gerate wegen der Busse mit Migranten aus Texas an seine Grenzen.

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