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New Yorker Bürgermeister : Der Mann, der heimlich Fisch isst

Eric Adams hat nach eigenem Bekunden „Swagger“ - aber was kann er noch? Bild: AFP

Der neue Bürgermeister von New York inszeniert sich als Zupacker und Gemüse-Ultra. Doch jetzt hat er ein Problem.

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          Als Eric Adams kurz nach seiner Wahl zum New Yorker Bürgermeister im November in der Talkshow von Stephen Colbert auftrat, legte er die Messlatte für sich selbst sehr hoch: „Gott hat mich für eine Zeit wie diese gemacht“, tönte er und versprach, unter ihm werde die Metropole zu einem Vorbild im ganzen Land, wie Städte geführt werden sollten. Sein Motto sei „GSD“ für „Get Stuff Done“, wobei man das auch anders interpretieren könnte („Get Shit Done“). Er sei also jemand, der Dinge erledigen könne.

          Roland Lindner
          Wirtschaftskorrespondent in New York.

          Der Fernsehauftritt lieferte einen Vorgeschmack, was die New Yorker erwartet: ein Bürgermeister mit aggressiv zur Schau gestelltem Selbstbewusstsein, unbändiger Energie und einem ausgeprägten Gespür für das Rampenlicht. Und genauso hat die Stadt den 61 Jahre alten Adams ein ums andere Mal erlebt. Er hat sich selbst kürzlich mit dem Wort „Swagger“ beschrieben. Damit ist ein lässiges und souveränes Auftreten gemeint, das bisweilen auch als angeberisch wahrgenommenen werden mag. Gerade nach all der Corona-Trübsal brauche die Stadt jetzt jemanden mit solchem „Swagger“, sagte er.

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