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New York : Islamkritiker planen Anzeigenkampagne

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In San Francisco wirbt die „American Freedim Defense“ schon mit ihrem umstrittenen Plakat. Bild: dpa

Die islamkritische Organisation „American Freedom Defense“ will in New Yorker U-Bahn-Stationen mit missverständlichen Plakaten werben. Deren Mitglieder hatten zuletzt mit einer Kampagne gegen eine muslmische Begegnungsstätte nahe des zerstörten World Trade Centers für Aufregung gesorgt.

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          Eine Anzeigenkampagne in den Vereinigten Staaten droht die antiwestlichen Proteste in der muslimischen Welt weiter anzufachen. In New Yorker U-Bahn-Stationen soll ab Montag ein Plakat mit folgender Aufschrift veröffentlicht werden: „Im Krieg zwischen dem zivilisierten Menschen und dem Barbaren - unterstützen Sie den zivilisierten Menschen. Unterstützen Sie Israel, besiegen Sie den Dschihad.“ Die Anzeigen hat die Organisation „American Freedom Defense“ aufgegeben.

          Erst weigerte sich „Metropolitan Transportation Authority“ die Anzeigen zu plakatieren. Ein Sprecher der New Yorker Verkehrsgesellschaft nannte als Grund deren Formulierung. Dagegen klagte die Organisation und bekam Recht.

          „Es ist wie der Anti-Islam-Film“

          Die Organisation „Council on American-Islamic Relations“, die den amerikanisch-islamischen Dialog fördern will, zeigte sich besorgt über die Kampagne. „Es ist wie der Anti-Islam-Film, der für Aufruhr sorgt“, erklärte deren Sprecher Ibrahim Hooper. „Es ist dazu gemacht, Menschen zu verletzen und zu provozieren.“

          Die „American Freedom Defense“ äußerte sich bislang nicht zu dem Vorwurf. Laut einem Bericht der New York Times wurde die Organisation im April 2012 gegründet und verwendet auch den Namen „Stop Islamization of America“. Deren Mitglieder hatten zuletzt mit einer Kampagne gegen die Errichtung einer muslimischen Kultur- und Begegnungsstätte nahe des früheren World Trade Center für Aufregung gesorgt.

          Am Mittwoch veröffentlichte ein französisches Satiremagazin zudem Karikaturen Mohammeds. Die Bundesregierung verschärfte derweil die Sicherheitsmaßnahmen an mehreren Auslandsvertretungen. Aus Sorge vor Krawallen nach den Freitagsgebeten wurde die amerikanische Botschaft in der indonesischen Hauptstadt Jakarta geschlossen.

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