Jacinda Ardern :
Ein Erdrutschsieg dank harter Corona-Politik

Von Till Fähnders, Singapur
Lesezeit: 4 Min.
Jacinda Ardern (r), Ministerpräsidentin von Neuseeland, und ihr Partner Clarke Gayford nehmen an einer Veranstaltung der neuseeländischen Labour-Partei zur Wahlnacht teil.
Neuseelands Premierministerin profitiert von ihrem erfolgreichen Krisenmanagement vor und während der Pandemie. Nach der Parlamentswahl kann ihre Partei nun sogar allein regieren.

Die harte Haltung ihrer Regierung in der Corona-Krise hat sich nun auch politisch für sie ausgezahlt: Die Labour Party von Neuseelands Premierministerin Jacinda Ardern hat bei der Parlamentswahl am Samstag einen historischen Sieg erreicht. Zum ersten Mal, seit in Neuseeland in den neunziger Jahren ein Verhältniswahlrecht nach deutschem Vorbild eingeführt worden war, hat eine Partei die absolute Mehrheit erlangt. Arderns sozialdemokratische Partei kann damit sogar allein regieren, ohne wie von vielen erwartet eine Koalition mit den Grünen eingehen zu müssen. Mit 49,1 Prozent der Stimmen kommt sie auf 64 der 120 Sitze im Parlament. Die oppositionelle National Party unter der Herausforderin Judith Collins kommt nur auf 26,8 Prozent und 35 Sitze. Zehn Sitze gehen an die Grünen (7,6 Prozent) und die rechtskonservative Kleinpartei ACT (8,0 Prozent).

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