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Neuer Sicherheitspakt : Amerika baut Militärpräsenz in Australien aus

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Trainingseinsatz der amerikanischen Marine im März 2011 im Mittelmeer (Symbolbild) Bild: AFP

Amerikanische Streitkräfte können nach Angaben des australischen Verteidigungsministers künftig Logistik-Stützpunkte in seinem Land unterhalten. Das Pentagon bestätigt die Pläne zum Truppenausbau.

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          Das neue Sicherheitsbündnis zwischen den Vereinigten Staaten, Großbritannien und Australien wird es den amerikanischen Streitkräften ermöglichen, ihre Präsenz in Australien zu erhöhen. Der australische Verteidigungsminister Peter Dutton sagte am Donnerstag in Washington, der Pakt werde die Zusammenarbeit zwischen den Streitkräften beider Staaten „erheblich verstärken“. Unter anderem könnten die Vereinigten Staaten künftig Logistik-Stützpunkte in Australien unterhalten.

          Sein Wunsch sei es, dass sich die Militärpräsenz in seinem Land erhöhe, sagte Dutton. Der amerikanische Verteidigungsminister Lloyd Austin bestätigte nach dem Treffen mit seinem australischen Kollegen, dass die Vereinigten Staaten ihre Präsenz in Australien ausbauen werden. Derzeit ist das Militär im nordaustralischen Darwin mit mehreren hundert Soldaten im Rotationsverfahren vertreten.

          U-Boot-Deal mit Frankreich gekündigt

          Angesichts der Expansionsbestrebungen der aufstrebenden Großmacht China hatten die Regierungen in Washington, London und Canberra am Mittwoch ein neues Indopazifik-Bündnis bekannt gegeben. Es sieht unter anderem den Bau von atombetriebenen U-Booten in Australien vor sowie den Erwerb von Tomahawk-Marschflugkörpern durch Australien.

          Kurz nach Bekanntgabe des Abkommens hatte Canberra einen milliardenschweren U-Boot-Deal mit Frankreich aufgekündigt, was in Paris helle Empörung hervorrief. Frankreichs Außenminister Jean-Yves Le Drian erklärte, Canberra sei Paris damit „in den Rücken gefallen“. „Ich bin heute sehr wütend und verbittert“, sagte er. Der geplante Vertrag hatte ein Volumen von knapp 56 Milliarden Euro.

          Ein für Freitag geplanter Empfang in der Residenz des französischen Botschafters in Washington wurde aus Protest abgesagt. Dabei sollte eigentlich an eine von der französischen Flotte siegreich gegen die Briten geführte Schlacht im Amerikanischen Unabhängigkeitskrieg erinnert werden.

          Das neue Indopazifik-Bündnis der drei westlichen Staaten löste auch in China empörte Reaktionen aus. Der Pakt untergrabe „den regionalen Frieden und die Stabilität“ und fördere das Wettrüsten, sagte der Sprecher des chinesischen Außenministeriums, Zhao Lijian. Der Westen müsse sein „überholtes Nullsummenspiel aus dem Kalten Krieg aufgeben“.

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