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Neuer IAEA-Bericht : Iran weiter nicht zu Kooperation bereit

  • Aktualisiert am

Legte seinen letzten Iran-Bericht vor: IAEA-Direktor Mohamed El Baradei Bild: AP

Der jüngste Bericht der Internationalen Atomenergiebehörde zu Iran zeigt nach Ansicht der Vereinigten Staaten, dass sich die Islamische Republik weiterhin einer Zusammenarbeit mit der IAEA verweigert. Mehr als 1000 zusätzliche Zentrifugen seien installiert worden

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          Der jüngste Bericht der Internationalen Atomenergiebehörde zu Iran zeigt nach Ansicht der Vereinigten Staaten, dass sich die Islamische Republik weiterhin einer Zusammenarbeit mit der IAEA verweigert. Iran setze den Ausbau seines Atomprogramms fort, sagte ein Sprecher des amerikanischen Präsidialamts am Freitag. „Es gibt immer noch Zweifel an den friedlichen Absichten des Programms.“ Ähnlich äußerte sich ein Sprecher des amerikanischen Außenministeriums.

          In einem vertraulichen Bericht der IAEA heißt es, Iran habe seine Aktivitäten zur Kernbrennstoffgewinnung zuletzt leicht zurückgefahren. Zudem habe die Islamische Republik wie gefordert bessere Kontrollen der Urananreicherungsanlage Natans zugelassen. Allerdings seien etwa 1000 zusätzliche Zentrifugen installiert worden, womit deren Zahl auf nunmehr 8308 gestiegen sei. Dadurch könne Iran die Urananreicherung erheblich vorantreiben, vorausgesetzt es gebe keine technischen Probleme, sagten Vertreter der Vereinten Nationen, die den Bericht kannten.

          Der Bericht dient als Basis für ein Treffen Deutschlands, der die Vereinigten Staaten, Großbritanniens, Frankreichs, Chinas und Russlands am 2. September auf dem die sechs Nationen eine vierte Sanktionsrunde gegen die Islamische Republik entscheiden könnten.

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